Kilometerhohe Aschewolke in Mexico Vulkan Popocatépetl wieder aktiv

Blick von dem mexikanischen Dorf Xalitzintla auf den Vulkan Popocatépetl. 11 000 Menschen leben unmittelbarer Nähe des Vulkans. Foto: dpa

Der Popocatépetl spuckt wieder Asche. Die 11 000 Bewohner nahe des Feuerbergs sind alarmiert. Schon 2000 mussten Tausende vor den Eruptionen des Vulkans fliehen.

 

Mexiko-Stadt – Der Vulkan Popocatépetl südöstlich von Mexiko- Stadt ist zunehmend aktiv. Nach einer Explosion stieg über dem Krater eine etwa zwei Kilometer hohe Aschewolke auf, wie das nationale Katastrophenschutz-Zentrum Cenapred am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) mitteilte.

Glühende Gesteinsbrocken wurden danach bis zu 400 Meter weit auf die Berghänge geschleudert. In der Ortschaft Paso de Cortés nördlich des Popocatépetl sei ein leichter Ascheregen niedergegangen. Bereits am Mittwoch waren 22 Mal vulkanische Gase und Wasserdampf ausgeströmt, hieß es in dem Bericht weiter.

Eine Evakuierung angrenzender Ortschaften sei bislang aber nicht angeordnet worden. Sollte sich die Aktivität des Vulkans weiter erhöhen, müssten zunächst 3000 der 11 000 direkten Anwohner in Sicherheit gebracht werden, hieß es in dem Evakuierungsplan von Cenapred.

Der 5452 Meter hohe Vulkan, im Volksmund „Don Goyo“ genannt, hatte in den vergangenen Tagen bereits glühendes Gestein ausgestoßen. Der rund 60 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt gelegene Popocatépetl ist nach längerer Ruhe seit 1994 nun wieder verstärkt aktiv.

Die bislang letzte große Eruption ereignete sich im Jahr 2000. Damals mussten Tausende Menschen in Sicherheit gebracht werden.

 

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