Kickbox-Weltmeisterin beendet Karriere Familie geht vor: Irmen hört auf

Vollfreffer: Julia Irmen (r.) gegen Mellony Geugjes. Foto: Felix Hörhager/ho

Kickbox-Queen Julia Irmen macht nur noch einen Kampf. „Ich will mehr Zeit für meinen Zwerg haben“.

 

München - Am 7. Mai, in Deggendorf - ihrer niederbayerischen Heimat -, da ertönt der Schlussgong unter die Karriere von Kickbox-Weltmeisterin Julia Irmen. Die 30-Jährige, die die Nachfolge von Kickbox-Queen Christine Theiss angetreten hatte, wird danach ihre Boxhandschuhe an den berühmten Nagel hängen. „Ich habe echt Bammel vor dem letzten Fight, denn das wird extrem emotional für mich“, sagt Irmen der AZ, „es waren noch einmal drei tolle Jahre, aber ich will einfach mehr Zeit mit meinem Mann und meinem Zwerg verbringen.“

Die Entscheidung fiel vor gut zwei Wochen. Da lag Irmen mit ihrem Sohn im Bett. Und sie musste aufstehen, die Sachen packen, zum Training fahren. „Er war sehr traurig. Und ich auch. Es ist die perfekte Zeit für den Abschied. In zwei Jahren kommt er in die Schule. Bis dahin will ich ihn kaputtschmusen und kaputtspielen“, witzelt Irmen. Vor drei Jahren hatte sie, die nach der Amateurlaufbahn die Karriere beendet hatte, ein Comeback gegeben. Das ist jetzt ausgeschlossen, sagt Irmen. „Damals war die Entscheidung zu früh. Jetzt ist alles perfekt. Ich hatte drei tolle Jahre. Ich bin mit mir im Reinen. Mit der Karriere - und auch ihrem Ende jetzt.“

 

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