Kfz-Gewerbe Dieselkrise gefährdet Existenz von Autohändlern

Die Lage ist für einen Teil der Unternehmen inzwischen existenzbedrohend. Foto: Sven Hoppe/dpa

Die Dieselkrise macht den deutschen Autohändlern zunehmend zu schaffen. "Die Autokäufer sind zutiefst verunsichert. Drohende Fahrverbote in den Ballungsgebieten machen gebrauchte Diesel fast unverkäuflich."

 

Berlin - Das sagte der Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, Jürgen Karpinski. Der Umsatz des Kfz-Gewerbes sei deshalb 2017 im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 1,4 Prozent auf 174,4 Milliarden Euro gestiegen.

Existenzbedrohende Lage

Die Durchschnittsrendite des Kfz-Gewerbes lag nach vorläufigen Berechnungen 2017 bei 1,3 bis 1,6 Prozent, nach 1,7 Prozent im Jahr 2016. Das sei nicht überraschend, sagte Karpinski, denn beim Handel stünden mehrere Hunderttausend gebrauchte Diesel auf Halde, dadurch seien die Kosten stark gestiegen. Hinzu kämen nun noch zurückgegebene Dieselautos aus Leasingverträgen. Die Lage sei für einen Teil der Unternehmen inzwischen existenzbedrohend.

Im August 2017 hatte der Handel nach Verbandsangaben rund 300.000 Euro-5-Diesel-Pkw auf seinen Höfen stehen. Gut die Hälfte der Autohändler gab in einer aktuellen Umfrage an, dass ihr Bestand an diesen Dieselautos seitdem weiter gestiegen sei.

 

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