Kempten El Masri erneut vor Gericht – Prozess am 14. Oktober

El Masri soll im Gefängnis einen Vollzugsbeamten beleidigt und geschlagen haben. Foto: dpa

Der bereits einsitzende Deutsch-Libanese und CIA-Opfer Khaled el Masri steht ab 14. Oktober erneut vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, einen Vollzugsbeamten beleidigt und geschlagen zu haben.

 

Kempten – Der Deutsch-Libanese Khaled el Masri muss sich am 14. Oktober wegen Körperverletzung und Beleidigung erneut vor Gericht verantworten. Wie die Staatsanwaltschaft Kempten am Mittwoch mitteilte, ist der Prozess vor dem Amtsgericht auf einen Tag angesetzt. Er soll im Juli im Gefängnis in Kempten den Anstaltsarzt und einen Vollzugsbeamten beleidigt und letzteren auch geschlagen haben. Drei Menschen habe er zudem mit dem Tod bedroht. El Masri sitzt bereits wegen gefährlicher Körperverletzung im Gefängnis. Die Haftzeit sollte im Oktober enden.

Der Deutsch-Libanese war 2004 vom US-Geheimdienst wegen Terrorverdachts verschleppt und gefoltert worden und gilt seitdem als traumatisiert. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland musste er sich mehrmals vor Gericht verantworten: Zuerst hatte er in einem Neu-Ulmer Großmarkt Feuer gelegt, später den Neu-Ulmer Oberbürgermeister in dessen Dienstzimmer angegriffen und erheblich verletzt, und im Gefängnis hatte er einen Bediensteten dienstunfähig geschlagen.

 

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