Keine weitere Modeste-Show Frankfurt siegt knapp gegen Köln

Es war umkämpft.Marco Fabian (l) von Frankfurt kämpft um den Ball mit Dominique Heintz von Köln. Foto: dpa

Im Duell der Überraschungs-Teams hat sich Eintracht Frankfurt im Samstagabendspiel knapp gegen den 1. FC Köln durchgesetzt. Anthony Modeste, bisher überragender Mann bei den Kölnern, traf diesmal das Tor nicht.

 

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat dem 1. FC Köln die zweite Saisonniederlage zugefügt und sich in der Verfolgergruppe der Fußball-Bundesliga festgesetzt. Am 10. Spieltag besiegten die Hessen den 1. FC Köln mit 1:0 (1:0) und schlossen nach Punkten zu den Rheinländern auf. Vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank Arena erzielte Mijat Gacinovic am Samstagabend bereits in der 5. Minute den entscheidenden Treffer. Frankfurt blieb damit auch im siebten Heimspiel in Serie unbesiegt und ist weiter Siebter.

"Haben es total verschissen"

"Wir wollen eine stabile Saison spielen, wir wollen so schnell wie möglich die Punkte holen, damit wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben", sagte Trainer Niko Kovac zu den Träumen der Fans. "Das ist eine Momentaufnahme und das geht in der Bundesliga sehr schnell." Köln dagegen kassierte die zweite Auswärtsniederlage in Serie. "Die erste Halbzeit, das war mit das schlechteste bisher in der laufenden Saison", kritisierte Kapitän Matthias Lehmann. "Wir haben es total verschissen, wir haben überhaupt keinen Zugriff gehabt."

Trainer Peter Stöger urteilte: "Mit Tiki-Taka gewinnst du hier halt nicht, da musst du dagegen halten. Die zweite Halbzeit war in Ordnung." Der genesene Kapitän Alex Meier kehrte in die Startelf der Frankfurter zurück. Das machte Hoffnung, beim letzten Duell in der Commerzbank Arena steuerte der 33-Jährige zum 6:2 drei Treffer bei. Weitere kamen nicht hinzu, weder Meier noch Kölns Torjäger Anthony Modeste konnten dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Ansonsten beließ es Kovac bei der bewährten Zusammensetzung und baute in der Defensive auf eine Dreier-Kette. Beim 1. FC Köln ersetzte Dominique Heintz den verletzten Dominic Maroh, auch Konstantin Rausch bekam das Vertrauen.

Die Hessen erwischten den perfekten Start. Gacinovic leitete einen Pass von Szabolcs Huszti geschickt zu Timothy Chandler auf der rechten Außenbahn weiter. Der US-Nationalspieler flankte gefühlvoll in den Strafraum, fand Gacinovic, der per Kopf zur frühen Führung vollendete. Die Eintracht blieb am Drücker, beherrschte Köln nach Belieben. Chancen aber kreierten die Kovac-Schützlinge zu wenig. Meier fehlte bei seinem Comeback die Bindung zum Spiel, der Stürmer konnte sich nicht einmal gefährlich in Szene setzen. "Ich denke, dass wir erste Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht haben", sagte er.

Frankfurt bringt die Führung über die Zeit

Die Rheinländer fanden in den ersten 15 Minuten offensiv nicht statt. Schnelle Ballverluste und fahriges Passspiel prägten ihr Spiel. Erst in der 16. Minute hatten sie eine erste Chance, als Modeste übers Tor köpfte. Köln versuchte es mit langen Bällen auf den Franzosen, der meist zu früh startete und im Abseits stand. Der FC enttäuschte, Frankfurt musste sich den Vorwurf machen, nicht mehr aus der Überlegenheit gemacht zu haben. Stöger reagierte auf den schwachen Auftritt. Simon Zoller kam zur Stärkung der Offensive, Nationalspieler Jonas Hector rückte vor ins Mittelfeld und die FC-Abwehr agierte nur noch als Dreier-Kette. Es schien zu fruchten, doch Yuya Osako vergab per Kopf den Ausgleich (50.). Köln erhöhte den Druck, ohne große Möglichkeiten herauszuspielen. Frankfurt verwaltete den Vorsprung und zeigte bei guten Offensivansätzen Schwächen beim letzten Pass. Mit viel Leidenschaft verteidigte die Eintracht den knappen Vorsprung über die Zeit.

 

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