Keine Hotelbremse in München Im Bahnhofsviertel dürfen weiter Hotels gebaut werden

Das Haus Schillerstraße 3 und 3a weicht einem neuen Hotel. Foto: Daniel von Loeper

Gibt es im Münchner Bahnhofsviertel zu viele Hotels? Dies hat letztes Jahr zu Diskussionen geführt. Trotz Kritiken sieht die Stadtverwaltung keine Notwendigkeit eines Neubaustopps.

 

München - Die Diskussion um gleich zwei neue Häuser der Hotelkette Motel One hatten im vergangenen Jahr die Diskussion ausgelöst, ob im Bahnhofsviertel zu viele Hotels entstehen. Immerhin für eines der neuen Hotels wird ein Wohnhaus abgerissen, alteingesessene Hotelbetriebe im Viertel fühlen sich von den Ketten in ihrer Existenz bedroht.

Der Bezirksausschuss und auch viele Stadträte zeigten sich über die Entwicklung besorgt. Die CSU-Stadträte Hans Theiss und Manuel Pretzl stellten einen Antrag, in dem sie wissen wollten, ob wirklich eine Überversorgung mit Hotelbetten drohe. Außerdem wollten sie wissen, ob durch die Hotelpläne die Gefahr bestünde, dass Bewohner verdrängt werden – und ob es die Möglichkeit gebe, dass die Stadt hier steuernd eingreift.

Planungsreferat sieht keine Notwendigkeit für Hotelbau-Stopp

Das Planungsreferat antwortete nun. Die umstrittene Hotelentwicklung konzentriere sich auf das südliche Bahnhofsviertel, heißt es. Hier sähen die Bebauungspläne keine oder nur teilweise Wohnnutzung vor. Der Erlass einer Erhaltungssatzung sei deshalb ausgeschlossen, weitere Hotels seien zulässig. Auch wenn man in den Bereichen ohne Wohnnutzung eine solche festsetzen würde, stünde das weiteren Hotels nicht entgegen.

Ein Änderungsbebauungsplan stelle außerdem eine "erheblichen Eingriff in das Eigentumsrechts der Grundstückseigentümer dar und führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Entschädigungsansprüchen", heißt es.

 

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