Keine Einigung mit Sohn Peter Kohl Hannelore Kohl: Doch kein Dokudrama

Hannelore und Helmut Kohl, zum damaligen Zeitpunkt Bundeskanzler, im Jahr 1998 während des Besuchs einer Veranstaltung der CDU in Saarbrücken Foto: ddp images

Das geplante Dokudrama über die verstorbene Ehefrau von Altkanzler Kohl ist abgesagt, eine reine Dokumentation wird es aber schon geben.

Aus der Traum: Das Dokudrama-Projekt "Hannelore Kohl - Die Frau im Schatten" ist geplatzt. Laut Pressemitteilung des NDR wird das Thema trotzdem fortgeführt, nun allerdings in Form einer reinen Dokumentation. Ursprünglich sollte das Leben der 2001 verstorbenen Ehefrau von Altkanzler Helmut Kohl (85) in einem zweiteiligen Fernsehfilm des deutschen Regisseurs Raymond Ley (56, "Die Nacht der großen Flut") nachgezeichnet werden.

Diese grundlegende Projekt-Änderung erklärt Christian Granderath, Leiter der NDR Abteilung Film, Familie und Serie so: "Die Arbeit an dem geplanten Dokudrama über das außergewöhnliche Leben von Hannelore Kohl können wir zu unserem großen Bedauern nicht fortführen, da mit ihrem Sohn Peter Kohl keine einheitliche Sichtweise auf die Anlage der Hauptfigur gefunden werden konnte.

Auf Basis der intensiven Recherchearbeit von Raymond Ley werde man sich nun auf die Produktion einer umfassenden Dokumentation konzentrieren. Das Genre eines reinen Dokumentarfilms eigne sich für das Thema ebenfalls "sehr gut", findet Granderath.

Kein Groll gegen Peter Kohl

Das Dokudrama hätte ein Gemeinschaftsprojekt von NDR, SWR, ARD Degeto und UFA FICTION werden sollen. Daher bedauert auch Nico Hofmann, Geschäftsführer UFA FICTION "diese Entwicklung sehr". Darüber hinaus möchte er aber bei dem Versprechen bleiben, das er zu Beginn der Zusammenarbeit gegenüber Peter Kohl, dem Sohn von Hannelore und Helmut Kohl, gegeben habe, nämlich "dass wir einen solchen Film nur in Produktion bringen, wenn sich nach langjähriger Zusammenarbeit bei diesem Projekt ein deckungsgleiches Persönlichkeitsbild erschließt, das wir einem Millionenpublikum vorstellen wollen".

Dies sei leider nicht gelungen. Und trotzdem: "Ich danke auch Peter Kohl ausdrücklich für die Energie und die Genauigkeit, mit der er unser Projekt verfolgt hat."

 

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