Kein Platz für Rechte Hirschgarten: Besucher vertreiben Neonazis

Neonazi Philipp Hasselbach und sein Gefolge wurden von Gästen aus dem Hirschgarten vertrieben. Foto: AZ/a.i.d.a.

Philipp Hasselbach ist vorbestrafter Neonazi und einer der schlimmsten rechten Hetzer im Raum München. Als er am Wochenende mit anderen Rechten im Hirschgarten einkehren wollte, vertrieben ihn die Gäste.

 

München – Hasselbach wollte für die NPD in den Bundestag, gründete an Hitlers 125. Geburtstag den Münchner Kreisverband der Partei "Die Rechte" und posierte schon mit Hitler-Gruß vor einer Hakenkreuz-Fahne (siehe Foto). An der Gesinnung des 27-Jährigen, der unter anderem wegen Gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung im Knast saß, kann es keinen Zweifel geben.

Das wussten auch der Backstage-Betreiber Hans-Georg Stocker und der SPD-Politiker Nima Lirawi, als Hasselbach und seine Kameraden beim Königlichen Hirschgarten aufmarschierten. Wie die Bild-Zeitung berichtet, stieg Stocker daraufhin auf eine Bierbank und klärte die restlichen Gäste des Hirschgartens auf: "Dort sitzen die Obernazis von München!"

Der Aufruf verfehlte seine Wirkung nicht: Die Besucher des Hirschgartens machten den Neonazis klar, dass sie dort nicht willkommen sind und schließlich zogen Hasselbach & Co. unter Protest wieder ab.

Nachtrag:

Inzwischen hat der Kreisverband München der Partei "Die Rechte" unter dem eloquent formulierten Titel "Lügenpresse halt die Fresse!" den Bericht der Bild-Zeitung zurückgewiesen. In der Pressemitteilung heißt es unter anderem:

"Mit einem Hetzartikel, der völlig an den realen Geschehnissen vorbeigeht, versucht die BILD von heute wieder ihre Leser an der Nase herumzuführen. [...] In Wirklichkeit tranken die nationalen Aktivisten in aller Ruhe ihr Bier aus und saßen auch nach diesem Vorfall noch über eine Stunde gemütlich zusammen, bevor sie planmäßig und ohne Stockers Zutun den Heimweg antraten. [...]"

 

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