Kein Küsschen von Ferrero Mon Chérie: Ferrero sauer auf Münchner Puff

Der Stein des Anstoßes: Das Münchner Sex-Etablissement "Mon Cherie" Foto: Katharina Alt

Das „Mon Cherie“ ist die „Nummer eins“ in München – behauptet das Etablissement im Euro-Industriepark jedenfalls selbst von sich. Zuletzt hatte das „Mon Cherie“ allerdings juristischen Ärger – mit dem italienischen Schoko-Hersteller Ferrero.

 

München - Der Grund für den Streit: Zur besten Messezeit – tausende Fachbesucher der Baumaschinenausstellung „Bauma“ bevölkerten die Stadt – warb das „Mon Cherie“ mit Plakaten. „Sie lieben Obst? Hier findet Man(n) die heißesten Früchtchen der Stadt“ verkündete ein weibliches Wesen, das dem Ideal einer Barbie-Puppe nahe kam, im U-Bahnhof Marienplatz und an der Flughafen-S-Bahn.

Das Puff war damit nicht allein. Etliche andere Etablissements priesen im Bereich der U- und S-Bahnhöfe ebenfalls ihre Dienste an, ohne dass es jemanden störte. Ferrero allerdings, das mit der Praline „Mon Chéri“ (ohne e am Ende) in Deutschland in den 1950er Jahren seinen Durchbruch schaffte, fand die Plakatwerbung anstößig und beschwerte sich bei der Bahn.

Die ließ die Plakate eilig abhängen. Damit ließ es das Schokoladenimperium nicht bewenden und erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen das Münchner Puff. Darum wurde vor Gericht gestritten, jetzt unterlag Thomas Furkel, der Betreiber des Etablissements, endgültig vor Gericht.

Vergeblich hatte Furkel vorbringen lassen, „Mon Cherie“ sei im Rotlichtbereich ein geläufiger Ausdruck und beileibe nicht auf gefüllte Schoko-Pralinen beschränkt. Am Ende hatte er wohl keine Lust, den Rechtsstreit über alle Instanzen fortzuführen und beschloss, die Niederlage mit Humor zu nehmen.

Die Werbeaktion will er nicht wieder aufnehmen, sagte er. Umbenennen wird er sein Dienstleistungsunternehmen aber nicht, obwohl ihm viele Freunde diesbezüglich Vorschläge gemacht hätten: „In Nutella vielleicht? In Maxi King, oder Duplo?“ Der Ärger Ferreros wäre ihm in jedem Fall gewiss.

 

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