Karriereplanung des Bayern-Stars Rücktritt nach der WM? Boateng spricht über Ende beim DFB

Jérôme Boateng ist ein Leistungsträger beim FC Bayern und beim DFB - nur wie lange noch? Foto: firo/augenklick

Weltmeister, Champions-League-Sieger und absoluter Weltklasse-Fußballer - Jérôme Boateng ist mit seinen 28 Jahren im besten Profi-Alter. Trotzdem denkt er bereits über das Ende seiner Karriere nach - sowohl beim FC Bayern als auch beim DFB.

 

München - Am Tag danach gab es Entwarnung bei Jérôme Boateng: Der Abwehrstar des FC Bayern, der beim 2:0 der deutschen Nationalelf gegen Nordirland wegen leichter Knieprobleme ausgewechselt worden war, hat sich wohl nicht schlimmer verletzt.

Reine Vorsichtsmaßnahme von Bundestrainer Joachim Löw. Boateng dürfte den Bayern am Samstag im Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt damit zur Verfügung stehen. Vielleicht gibt es dann ja auch den ersten gemeinsamen Auftritt von Boateng und Mats Hummels: Bislang standen die DFB-Innenverteidiger bei den Bayern noch keine Sekunde auf dem Platz. Es wird Zeit.

Karriereende im DFB-Team nach der WM?

Erst recht nach den jüngsten Aussagen Boatengs zu seiner Zukunft und einem möglichen vorzeitigen Karriereende. In der „Sport Bild“ deutete der 28-Jährige an, dass in der Nationalelf schon nach der WM 2018 Schluss sein könne. „Ich bin bei der nächsten Europameisterschaft 31 Jahre alt. Da möchte ich noch mal einen Anlauf auf diesen Titel starten, den wir schon gerne geholt hätten. Aber wer weiß? Vielleicht mache ich spontan schon 2018 in Russland Schluss, aber nur im Falle einer WM-Titelverteidigung“, erklärte Boateng.

Eine durchaus überraschende Aussage, die aber zeigt, dass Boateng schon über die Zeit nach der Fußball-Karriere nachdenkt. Seit dem vergangenen Jahr wird der Abwehrspieler von US-Rapper Jay-Z betreut, der Megastar lud Boateng schon in seine Villa in Los Angeles ein, sieht in ihm großes Vermarktungspotenzial – auch für den US-Markt.

Dort, in den Vereinigten Staaten, sieht Boateng auch seine Zukunft. Zum Teil zumindest. Am Ende seiner Laufbahn sei ein Engagement in der Major League Soccer denkbar, erklärte Boateng: „Auf jeden Fall ist das eine Option. Wenn nicht, kann ich mir vorstellen, nach dem Fußball meinen zweiten Wohnsitz in den Staaten einzurichten, zumindest für die Wintermonate.“

Boateng als Kapitän? "Würde mich sehr freuen"

Auch über seine Rolle in der Nationalelf und beim FC Bayern sprach der Abwehrspieler. So ist der 28-Jährige einer noch deutlicheren Führungsrolle - spricht Kapitänsamt - nicht abgeneigt. Nachdem es im DFB-Team nicht geklappt hat, bekanntlich erhielt Team-Kollege Manuel Neuer die Binde, könnte sichBoateng auch die Leader-Position im Verein vorstellen.

"Wenn es dazu kommen sollte, würde ich mich sehr freuen", sagte Boateng in der "Sport Bild" - und weiter: "Kapitän vom FC Bayern zu werden, wäre für mich genauso ein großer Traum und eine Ehre. Gerade mit der Vorgeschichte, welche Spieler dort schon die Binde getragen haben." Aktuell trägt bekanntlich noch Philipp Lahm die Kapitänsbinde. Der Vertrag des gebürtigen Münchners läuft noch bis 2018, ob er seine Karriere anschließend beendet, ist offen.

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Weltfußballer-Ehren - es müsste alles passen

Egal ob Kapitän oder nicht: Jérôme Boateng gehört zu den besten Fußballern des Planeten. Trotzdem glaubt der Defensivspieler nicht an eine Auszeichnung mit dem begehrten Titel als Weltfußballer. "Du musst dafür schon ein großes Turnier wie eine WM in dem Jahr haben, sie gewinnen, einer der besten Spieler deines Teams sein und dazu am besten noch ein paar Tore schießen", erklärt Boateng. Und neben der eigenen Leistung gibt es ja auch noch die Konkurrenten. "Da habe ich die beiden Außerirdischen noch gar nicht mitgezählt", so der gebürtige Berliner mit Blick auf Lionel Messi und Cristiano Ronaldo.

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