Karriere-Knick 1860, Teil 9 Löwen-Trainer: Das wurde aus Uwe Wolf

Trainiert Wacker Burghausen: Ex-Löwen-Coach Uwe Wolf. Foto: firo/Augenklick

Sie kamen mit guten Absichten - und gingen oft im Schlechten. Die Rede ist von den ehemaligen Trainern des TSV 1860 München. Die AZ sieht sich ihren Werdegang genauer an. Teil 9: Uwe Wolf.

 

München - Alexander Schmidt war der letzte Vertreter einer wenig gefragten Spezies - der letzte Ex-Löwen-Trainer, der bis vor Kurzem bei Jahn Regensburg tätig war.

Nun sind die Übungsleiter nach ihrer Zeit beim TSV 1860 allesamt vereinslos - mit Ausnahme von Uwe Wolf, der als Interimstrainer bei Wacker Burghausen im Amt ist und die Fahne als einziger ehemaliger Löwen-Coach hochhält.

Dabei haben viele Ex-Trainer nach der Entlassung Traditionsteams wie Arminia Bielefeld, FC Saarbrücken, Dynamo Dresden, Energie Cottbus, SV Wacker Burghausen oder MSV Duisburg führen dürfen - Vereine, die mittlerweile von der Bildfläche verschwunden sind.

Die AZ zieht die traurige Bilanz der 13 Trainer mit Karriere-Knick.

Uwe Wolf: Der Lautsprecher

Entlassung 1860: 12.05.2009

Aktueller Verein: Wacker Burghausen

Der Lautsprecher unter den Trainern. Sagte manchmal mehr als nötig. So verriet der vormalige Amateur-Trainer im Blickpunkt Sport, wie es zur Zeugung seines Kindes kam und erklärte nach seinem vierten Spiel vollmundig: "Wir gewinnen jetzt alle neun Spiele." Wurde sieben sieglose Spiele später wieder entlassen - am Ende standen nur elf Spiele mit einem Punkteschnitt von 1,09 pro Spiel.

Wurde ein Jahr später als Co-Trainer vom FC Ingolstadt angeheuert, fand aber auch da kein Glück. Bei Hessen Kassel lief es dann schon besser - viel besser. Wolf führte Kassel 2013 zur Regionalliga-Meisterschaft, verpasste in der Relegation aber den Aufstieg in Liga drei. Im Sommer kam dann trotzdem das Aus - Wolf und der Klub konnten sich nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. Zurück blieb die Erinnerung an eine Anzeige: Ein Kasseler Hotel hatte gegen Wolf Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Beleidigung erstattet.

Im Herbst 2013 übernahm Wolf dann Wacker Burghasen - der Letzte der Dritten Liga. Was folgte, war der Abstieg in die Regionalliga und die eigentliche Trennung. Doch weil der Klub in der neuen Saison mit Nachfolger Mario Demmelbauer nicht zufrieden war, kehrte Wolf am 12.11.2014 zurück zu Wacker.

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Lesen Sie am Montag ab 14 Uhr den zehnten Teil der AZ-Serie "Karriere-Knick 1860": Ewald Lienen

 

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