Kampf um den OB-Sessel Vor der Stichwahl: Schmid will ein TV-Duell

Keine Angst vor Kameras: Josef Schmid wünscht sich vor der Stichwahl ein TV-Duell. Foto: dpa

Der CSU-Kandidat Josef Schmid gibt sich optimistisch, will eine TV-Konfrontation vor der Stichwahl am 30. März - und handelt sich eine Absage von seinem Konkurrenten ein.

 

München - Der CSU-OB-Kandidat Josef Schmid hat SPD-Mann Dieter Reiter zum Duell herausgefordert. Nicht erst bei der Stichwahl, sondern schon vorher: Ein TV-Duell wünscht er sich, bei dem sich beide Kandidaten öffentlich messen können. Doch Reiter lehnte umgehend ab. Begründung: „Mehr als 20 Kandidaten-Debatten müssen reichen und haben ja nicht gerade zu einer hohen Wahlbeteiligung beigetragen.“ Die inhaltlichen Positionen seien vollständig ausgetauscht.

Absage hin oder her: Schmid zeigte sich gestern in „hervorragender Stimmung“. An der Seite seiner Frau Natalie, die derzeit ein grünes Gewand nach dem anderen trägt, erläuterte er schon mittags, als die Auszählung noch lief: „Wir gehen davon aus, dass wir stärkste Fraktion im Stadtrat werden.“ Zu Recht.

Was ihn außerdem optimistisch stimmte, war ein Blick auf die ersten Wahlanalysen des Statistischen Amtes. Diese hatten gezeigt, dass es den Grünen bei der OB-Wahl gelungen war, 26.800 Nichtwähler zu mobilisieren. Schmid meint: „Das ist der Wählerblock, der für uns in der Stichwahl erreichbar ist.“ Weil es sich dabei nicht automatisch um grüne Stammwähler handele. „Ich bin sicher, dass ich am 30. März gewählt werde.“

Zugleich kündigte er an, zuerst mit den Grünen Gespräche über eine „sachbezogene Zusammenarbeit“ führen zu wollen.

Eine starre Koalition lehnt er ab, stattdessen wolle er auf wechselnden Mehrheiten setzen – je nach Problemstellung. Eine Absage erteilte er auch dem obligatorischen Posten-Geschachere, das auf Wahlen folgt. Schmid: „Das können wir uns alles ersparen.“ Er setze auf offene Ausschreibungen.

Den nächsten Samstag will Schmid mal wieder an einem Infostand in der Innenstadt verbringen – gemeinsam mit Ministerpräsident Horst Seehofer.

 

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