Kampf um den Klassenerhalt Der Abstiegscheck - warum sich 1860 retten wird

Aue, Pauli, 1860, Fürth und Aalen - diese fünf Teams kämpfen noch gegen den Abstieg. Foto: dpa/AZ

Der TSV 1860 zittert genauso um den Klassenerhalt wie Fürth, St. Pauli, Aue und Aalen. Die AZ macht den großen Abstiegscheck.

 

München - Fünf Spiele, fünf Teams, eine Angst: Abstiegsangst. Den Tabellen-14. und das Schlusslicht der 2. Liga trennen nur vier Punkte. Am letzten Spieltag gewannen die letzten Vier der Liga allesamt ihre Partien und zogen so die Fürther noch einem richtig in den Abstiegssumpf. Fünf Spiele bleiben den fünf Mannschaften noch, um die Katastrophe abzuwenden. Die AZ sagt, wer es schaffen kann – und wer nicht.

Greuther Fürth, Tabellen-14., 31 Punkte
Er sollte der große Retter sein. Doch mit ihm geht es weiter bergab. Mike Büskens ist erst sieben Spiele bei den Kleeblättern, hat aber erst vier Punkte geholt. Kein Sieg, dazu erst ein Punkt zuhause: Auch der einstige Aufstiegs-Trainer konnte der mit großen Erwartungen in die Saison gestarteten Spielvereinigung das Sieger-Gen zurückgeben. Stattdessen warten noch schwere Brocken auf die Grün-Weißen. Geht es für die Kleeblätter also noch weiter runter? Einfache Gegentore kosten Fürth immer wieder Punkte, das von Büskens angekündigte Offensiv-Feuerwerk blieb aus. Die Stimmung ist im Keller. Dazu fehlt die Erfahrung im Abstiegskampf. Baustellen, wohin das Auge reicht.

AZ-Prognose: Fürth stürzt noch weiter ab, landet auf Rang 16 und muss in die Relegation.

TSV 1860, Tabellen-15., 29 Punkte
„Wir hoffen auf Dich“, rief ein Fan am Donnerstag in Richtung Rubin Okotie. Er lächelte, so wie öfter dieser Tage. Bei 1860 ist nach dem 2:1 gegen Bochum die Zuversicht zurückgekehrt. Auch, weil der Top-Torjäger vor dem Comeback steht. Okotie als Faustpfand für den Abstiegskampf – reicht das? Außer gegen den KSC am letzten Spieltag trifft der TSV auf keine Teams mehr im Aufstiegsrennen. Trainer Torsten Fröhling hält die Spannung, aber auch die Stimmung hoch. Die Fehler aus der ersten Halbzeit gegen Bochum hat er seinen Spielern vorgeführt. Genauso die guten Momente, als sie das Spiel drehten.

AZ-Prognose: Das letzte Heimspiel, das Derby gegen Nürnberg, wird zur großen Rettungs-Feier werden. Die Löwen stehen seit dem 15. Spieltag mit einer Ausnahme auf dem 15. Tabellenplatz. Dort bleiben sie bis zum Schluss.

FC St. Pauli, Tabellen-16., 28 Punkte
Zehn Punkte aus den letzten sechs Spielen – die Kiez-Kicker sind unter Ewald Lienen wieder im Aufwind. Zuhause gab es zuletzt zwei Siege in Folge, das Millerntor ist endlich wieder eine Festung. Auswärts gehörte St. Pauli in dieser Saison durchweg zu den konstanteren Teams. Das Restprogramm hat es aber in sich: Leipzig, Kaiserslautern, Darmstadt – kein Grund für den knorrigen Ex-Löwen-Coach, allzu gute Laune zu verbreiten. Nach dem Last-Minute-Sieg gegen Nürnberg stand erst einmal Zirkel-Training auf dem Programm. Schuften für die Rettung.

AZ-Prognose: Lienen schafft’s mit den Paulianern und kassiert sogar noch die Löwen. Am Ende wird es Rang 14.

FC Erzgebirge Aue, Tabellen-17., 28 Punkte
Auch die Kicker aus dem Erzgebirge haben sich nach einem schwarzen März ohne einen einzigen eigenen Treffer wieder stabilisiert. Mit sieben Punkten aus den letzten vier Spielen – unter anderem dem Dreier in München – ist das Team von Tomislav Stipic vom Tabellenende weggekommen. Das große Plus fünf Spiele vor Schluss: die Defensive. Nur ein Gegentor gab es in den letzten vier Spielen, fünf Mal spielten die Veilchen nach der Winterpause bereits zu null. Das große Problem: die Offensive. In den letzten acht Spielen gab es nur zwei mickrige Tore. Die reichten aber zu zwei Siegen.

AZ-Prognose: Die mangelnde Qualität in der Offensive wird Aue das Genick brechen. Aue wird sogar noch ans Tabellenende zurückfallen und als Schlusslicht absteigen.

VfR Aalen, Tabellen-18., 27 Punkte
Hätte die DFL den Aalenern nicht zwei Punkte wegen Lizenzverstößen abgezogen, würden sie nun mit dem TSV punktgleich liegen. Doch eine Serie von sechs Spielen ohne Niederlage und insgesamt zehn Punkten haben beim VfR wieder Hoffnungen geschürt. Mit fünf Toren in den letzten sechs Spielen ist Stürmer Collin Quaner dafür hauptverantwortlich. Auch das Restprogramm kann Aalen hoffen lassen. Und deswegen haben sie den Relegationsplatz zum Ziel ausgerufen. Vor einem Monat ein kaum mehr für möglich gehaltenes Ziel.

AZ-Prognose: Es reicht nicht ganz. Weil Pauli und 1860 ausreichend punkten, müsste Aalen noch an Fürth vorbeiziehen. Das werden sie aber knapp nicht schaffen und als 17. absteigen.

 

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