Kampagne für die Landtagswahl Grüne: "Mut geben statt Angst machen"

Die Spitzenkandidaten Katharina Schulze (l.) und Ludwig Hartmann. Foto: sx

Die Grünen stellen ihre Kampagne für den Landtagswahlkampf vor - gegen Populismus und für ein starkes Europa.

München - Mut geben statt Angst machen, ist das Gebot der Stunde bei den Grünen. Gestern haben die beiden Spitzenkandidaten Katharina Schulze und Ludwig Hartmann ihre Kampagne für die Landtagswahl im Oktober vorgestellt - und zeigten sich selten deutlich pro-europäisch.

Hartmann, der im Juli noch einen runden Geburtstag hat, bekräftigte, es gehe jetzt um die Zukunft Europas. Er habe 40 Jahre in Frieden, Freiheit und Demokratie aufwachsen dürfen - das habe er Europa zu verdanken. "Wir haben den Frieden geschenkt bekommen. Unsere Aufgabe und Verantwortung ist es jetzt, dies zu verteidigen und zu stärken."

Schulze bekräftigte, die Grünen stellten sich jedem entgegen, "der unsere Demokratie und Europa kaputt machen will". Mit der CSU in der Regierung sei derzeit nicht mehr besonders viel Menschlichkeit vorhanden. "Den rechtsextremen Geist bekämpft man nicht damit, dass man ihn selber atmet. Sondern, indem man Haltung zeigt." Der Wahlkampf richte sich an diejenigen, die "keine Lust mehr haben auf Kleinstaaterei und Rechtsruck".

"Bayern braucht Politik, die durchgreift"

Auch die klassischen grünen Themen wie das Eintreten gegen den Flächenverbrauch und der Kampf für mehr Artenschutz sind auf den in grün und pink gehaltenen Plakaten zu finden, neben der Forderung für schnelles, flächendeckendes Internet sowie mehr Chancengerechtigkeit. "Wir wollen die gleichen Rechte und Chancen für Männer und Frauen. Es ist dem Jahr 2018 nicht würdig, dass Frauen immer noch nicht das gleiche verdienen wie Männer", so Schulze.

Ein weiteres Thema sind bezahlbare Mieten; für die Grünen "die soziale Frage unserer Zeit": Davon hänge ab, ob die Gesellschaft zusammengehalten werden kann oder ob sie auseinanderdriftet, sagte Hartmann.

"Bayern braucht jetzt eine Politik, die durchgreift. Vor 30 Jahren hatten wir in Bayern noch 430.000 Sozialwohnungen. Jetzt haben wir nur noch 150.000. Daran sieht man ganz deutlich, dass in diesem Land etwas falsch läuft", so Hartmann.

 

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