Kader der Bayern-Basketballer Nächste Saison: Das plant Bayern

Vom FC Bayern heiß begehrt: Tibor Pleiß vom FC Barcelona (r) Foto: sampics/Augenklick

Marko Pesic stellt den Kader der Basketballer für die neue Saison zusammen. Die meisten Profis werden bleiben. Kommen könnte unter anderem Tibor Pleiß. Und dann ist da noch die Euroleague-Frage.

 

München – Wenn die Basketballprofis in den Urlaub fahren und die vergangene Saison endgültig hinter sich lassen, geht die Arbeit für das Management erst so richtig los. Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic muss die Spielzeit analysieren und den Kader für die neue Saison zusammenstellen. Kurz nach dem Herzschlagfinale gegen Bamberg beginnt die nächste spannende Phase der Saison: Wer bleibt? Wer geht? „Wir vermelden, wenn es etwas Neues gibt, aber bis jetzt gibt es nichts Neues“, sagt Pesic. „Mitte August fängt die Vorbereitung an, bis dahin sollte der Kader komplett sein.“

Wer bleibt, wer kommt, wer geht?

Eines bestätigt der Bayern-Boss beim Fanfest aber: Alle Spieler, die einen gültigen Vertrag haben, bleiben in München. Das sind Anton Gavel, Vasilije Micic, Nihad Djedovic, Bryce Taylor, Paul Zipser, Dusko Savanovic und Center-Talent Daniel Mayr. Recht sicher verlassen werden den Verein Yassin Idbihi und Lucca Staiger, der wohl nach Bamberg wechselt, sonst ist alles offen.

Als Neuzugänge werden mehrere deutsche Nationalspieler gehandelt: Tibor Pleiß, Maximilian Kleber, die momentan in Spanien spielen, der Ulmer Tim Ohlbrecht und der Ex-Bamberger Maik Zirbes. Ausschließen will Pesic keinen gehandelten Namen. Auch nicht Tibor Pleiß, der beim FC Barcelona spielt und nur schwer zu bekommen sein dürfte – zumal er vielleicht endlich den Schritt in die NBA wagt. „Alles ist offen. Pleiß ist immer offen. Wenn er Bock hat, kann er kommen.“ Kein Geheimnis: Sein Vater, Trainer Svetislav Pesic wünscht sich den 25-jährigen Nationalmannschafts-Center schon länger im Bayerntrikot.

Um ein gutes Argument, um Spielern einen Wechsel schmackhaft zu machen, müssen die Bayern noch zittern: die Euroleague-Teilnahme. Nur Meister Bamberg ist qualifiziert, Berlin hofft als Ausrichter des Final-Four-Turniers 2016 ebenso wie der FC Bayern auf eine Wildcard. „Wir werden uns um eine Wildcard bewerben“, bestätigt Geschäftsführer Pesic. Am 9. Juli werden die Gruppen ausgelost, in nächsten zwei Wochen entscheidet die Euroleague also, wer den Startplatz bekommt. „Die Spieler spielen da, wo sie die besten Chancen haben, Erfolg zu haben und sich weiter zu entwickeln. Die Euroleague ist natürlich hilfreich, aber nicht immer entscheidend. Das hat man dieses Jahr an Bamberg gesehen.“

Bundesliga geht vor Euroleague

Trainer Svetislav Pesic meint: „Sportlich gesehen, hätten wir die Euroleague verdient.“ Nach dem denkbar knapp verlorenen Finale gegen Bamberg, steht aber eindeutig die Bundesliga im Vordergrund: „Ich verspreche euch: Wir werden besseren Basketball spielen und die Meisterschaft holen“, rief Svetislav Pesic den rund 300 Fans beim Saisonabschluss vor dem Audi Dome zu.

Den dafür nötigen Kader muss sein Sohn in Absprache mit dem Präsidium zusammenstellen. Ein höheres Budget hatte der Trainer aber nie gefordert, stellt der Geschäftsführer klar, auch nicht bei seiner Vertragsverlängerung im Februar. „Für mich persönlich wird nächstes Jahr das große Ziel sein, den Titel zurückzuholen“, sagt Marko Pesic. Nicht nur in Sachen Saisonziel Meisterschaft sind sich Vater und Sohn einig.

„Unsere Philosophie, wie die Mannschaft nächstes Jahr aussehen soll, stimmt 100 Prozent überein. Das passiert selten, aber ich bin 100 Prozent seiner Meinung.“ Genaueres zur Philosophie will Marko Pesic aber nicht verraten. Nur so viel: „Ein Umbruch ist für uns kein Ziel – ganz klar. Man tut dieser Mannschaft unrecht, wenn man sagt: Nächstes Jahr wird es eine stärkere Mannschaft geben, weil sie meist nicht die Möglichkeit hatte, vollzählig zu spielen.“ Viel zu tun wird Bayerns Geschäftsführer aber trotzdem haben, damit es in einem Jahr kein Fan-Fest, sondern eine Meisterfeier geben wird.

 

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