"Juristische Spitzfindigkeit" Bayern-Basketballer: Protest abgewiesen

Bayern-Spieler Alex Renfroe erwehrt sich der Ludwigsburger Jon Brockman und David McCray. Szene aus Spiel drei. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Basketballer des FC Bayern sind mit dem Einspruch gegen die Wertung des vierten Playoff-Viertelfinales gescheitert.

 

München -  Bundesliga-Spielleiter Dirk Horstmann wies den Protest am Mittwochabend zurück und bestätigte damit den 75:69-Sieg der MHP Riesen Ludwigsburg vom Vorabend, wie die Bayern mitteilten.

Bei dem Spiel soll ein Regelverstoß des Schiedsrichters die Münchner um zwei Punkte gebracht haben. Durch die Entscheidung bleibt das Resultat und das 2:2 in der Best-of-Five-Serie bestehen. München prüft weitere rechtliche Schritte, wird zunächst aber zum am Donnerstag (20.30 Uhr) terminierten entscheidenden fünften Spiel daheim antreten.

„Wir nehmen zur Kenntnis, dass sich die Liga hier hinter einer juristischen Spitzfindigkeit zu verstecken versucht und so ein erneuter, gravierender Fehler eines Schiedsrichters bei einem vierten Playoff-Viertelfinale in Ludwigsburg zu den Akten gelegt werden soll“, sagte Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic.

„Vor zwei Jahren haben wir auf weitere juristische Schritte verzichtet, diesmal werden wir in jedem Fall dem Rat unserer Anwälte folgen. Doch zunächst wollen wir uns voll auf den Sport konzentrieren und hoffen am Donnerstagabend auf die Unterstützung unserer Fans, um die Serie für uns entscheiden zu können.“

Die BBL-Spielleitung begründete die Unzulässigkeit des Münchner Protests damit, dass kein auf dem Spielberichtsbogen notierter Trainer oder der Kapitän den Protest beim Kommissar angemeldet habe, sondern zunächst Assistenztrainer Philipp Köchling.

Auf der Rückseite des Spielberichtsbogens sie allerdings laut den Bayern ein ordnungsgemäß von FCBB-Kapitän Bryce Taylor unterzeichneter Protest vermerkt und vom ersten Schiedsrichter per Unterschrift auch bestätigt; von Köchling sei in dem Vermerk nicht die Rede.

 

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