Jupp ist wieder da Bayern-Rückkehr: Die Gewinner und Verlierer unter Heynckes

Gewinner und Verlierer unter Heynckes (m.): Müller und Alaba, die auf mehr Spielzeit hoffen können sowie James und Thiago für die es nun schwerer werden könnte (v.l.). Foto: Rauchensteiner/sampics/firo/Augenklick/dpa/AZ

Unter Rückkehrer Jupp Heynckes ändert sich nicht nur die Trainingsintensität beim FC Bayern – einige Stars dürfen jetzt wieder auf einen Stammplatz hoffen. Die AZ zeigt die Auf- und Absteiger.

 

München - Es geht wieder knackiger zu im Training des FC Bayern – mit allen Risiken und Nebenwirkungen: Arturo Vidal musste die Einheit am Dienstag wegen Oberschenkelproblemen abbrechen, zuvor hatten der Chilene und seine Kollegen unter anderem Sprints absolviert. Die Bayern-Diagnose: "leichte Muskelverhärtung". Ob Vidal für das Spiel am Samstag gegen Freiburg fit wird, bleibt abzuwarten.

Was klar ist: Jupp Heynckes lässt in den ersten Tagen nach seinem Trainer-Comeback intensiver üben als Carlo Ancelotti. "Wir werden wieder ein straffes Training haben", hatte Thomas Müller prophezeit. Am Dienstag konnte sich der Weltmeister selbst davon überzeugen. Wie die anderen deutschen Nationalspieler – Mats Hummels, Jérôme Boateng, Joshua Kimmich, Niklas Süle und Sebastian Rudy – sowie Polen-Star Robert Lewandowski kehrte Müller nach dem Länderspiel-Trip rasch auf den Platz zurück. Im Kampf um die Stammplätze zählt jetzt jedes Training.

Die AZ erklärt, wer von der Heynckes-Verpflichtung profitiert – und wer nicht: der bayerische Kurswechsel.

Die Gewinner unter Heynckes

Thomas Müller: Im Triple-Jahr war der 28-Jährige unantastbar, damals als hängende Spitze hinter Stürmer Mario Mandzukic. Diese Position könnte Vizekapitän Müller nun wieder einnehmen, auch wenn Heynckes erkannt hat, dass der Angreifer aktuell "weit unter seinen Möglichkeiten" bleibt. Müller hat in dieser Saison erst ein Tor erzielt. Steigen seine Aktien jetzt wieder? "2013 sind wir mit den besten Erinnerungen auseinandergegangen", so Müller im Vereins-TV: "Daran versuchen wir anzuknüpfen."

Jérôme Boateng: Ancelotti ließ den Innenverteidiger in großen Spielen auf der Bank, das ist bei Heynckes nicht zu erwarten. In der Saison 2012/13 gelang Boateng unter dem neuen Trainer der Aufstieg zum Weltklassespieler, zum Abwehrchef. "Er hatte seit einem Jahr mehrere Verletzungen und ist sicher noch nicht der Boateng von damals", sagt Heynckes. Doch zu dem will er den 29-Jährigen wieder formen.

David Alaba: Was für Boateng gilt, gilt nahezu genauso für den Österreicher. Grandiose Entwicklung in der Triple-Saison, doch seit einiger Zeit kommt Alaba nicht mehr an sein Toplevel heran. "Er war verletzt und ist noch nicht zu 100 Prozent wiederhergestellt", sagt Heynckes.

Arjen Robben: Der Wembley-Held stand zuletzt in Paris wie Mats Hummels, Franck Ribéry und Boateng nicht in der Startelf – in einem solch wichtigen Spiel. Undenkbar unter Heynckes. Robben wird seinen Stammplatz auf Rechtsaußen zurückbekommen.

Javi Martínez: "Jupp hat 2012 alles gegeben, um mich von Bilbao zu Bayern zu holen", sagte der Spanier im AZ-Interview: "Ich werde ihm immer dankbar sein, ohne ihn wäre ich nicht hier." Man darf davon ausgehen, dass Heynckes Martínez wie 2012/13 die Sechser-Rolle anvertraut.

Die Verlierer unter Heynckes

James Rodríguez: Er war der Wunschspieler von Carlo Ancelotti – was wird nun aus ihm? Das Portal "Diario Gol" berichtet, dass sich James in München nicht wohlfühle und zu einer Rückkehr zu Real Madrid tendiere. Heynckes machte bei seiner Vorstellung einen Schritt auf James zu. "Er muss wissen, dass er hier meine Unterstützung hat, denn ich mag talentierte Spieler. Und er besitzt sehr viel Talent." So viel Bonus wie unter Ancelotti hat James aber nicht. Kurssturz?

Corentin Tolisso: Auch der französische Neuzugang gehörte zu den Ancelotti-Profiteuren, stand in fast allen Pflichtspielen in der Startelf. Aufgrund der bevorstehenden Martínez-Versetzung ins Mittelfeld muss Tolisso zittern.

Thiago: Im Mannschaftskreis wurde Ancelottis Vorliebe für den spanischen Spielmacher nicht immer positiv gesehen. Thiago fehlt bisweilen die Ernsthaftigkeit auf dem Platz, in großen Partien taucht er zu oft ab. Da Müller wohl in die Stammelf zurückkehrt, wird es für den 26-Jährigen komplizierter.

Niklas Süle: Beim Champions-League-Kracher in Paris stand der Ex-Hoffenheimer überraschend in der Startelf, wirklich glücklich war sein Auftritt gegen Neymar und Co. nicht. Insgesamt kommt Süle schon auf neun Pflichtspiele in dieser Saison. Doch ab sofort dürfte das Weltmeister-Duo Boateng/Hummels in der Innenverteidigung gesetzt sein.

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