Journalismus Lehrgänge an der Deutschen Journalisten-Akademie

Als Sportreporter ganz nah bei den Stars. Davon träumen viele angehende Journalisten. Foto: dpa/Jens Büttner (Archiv)

An der Deutschen Journalisten-Akademie finden Lehrgänge ausschließlich im Internet statt. Aktuell gibt es 22 zur Auswahl. Hintergründe, Ablauf und Inhalte im Überblick.

 

Tagesaktuelle Artikel in Nachrichtenportalen, spannende Texte in Zeitschriften, unterhaltsame Beiträge in TV-Magazinen – es gibt zahlreiche Medienprodukte, die viele Menschen wie selbstverständlich nutzen, um sich zu informieren oder ihre Zeit zu vertreiben. Hinter diesen Werken stehen Journalisten, die sich darauf verstehen, Inhalte in die passende Form zu bringen. Sei es eine News, die mit kurzen Worten über ein aktuelles Ereignis informieren soll, oder ein längerer Radiobeitrag mit Mehrwert: Journalisten wissen genau, was ihr Medium erfordert.

Die entsprechenden Kenntnisse haben sie in den meisten Fällen in ihrer Ausbildung erworben. Neben Studiengängen an Universitäten und Fachhochschulen können die Grundlagen der Journalistik auch an einer Journalistenschule erlernt werden. Zu den renommiertesten Institutionen ihrer Art gehört die Deutsche Journalisten-Akademie des DFJV. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass ihre Lehrgänge ausschließlich im Internet stattfinden.

Da es an der Deutschen Journalisten-Akademie keine Präsenzveranstaltungen gibt, können interessierte Personen aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland ein Studium an der Journalistenschule absolvieren. Somit kann die Ausbildung bestens in den beruflichen Alltag integriert und auch neben einem anderen Studium durchgeführt werden. Die Akademie kalkuliert mit einem Zeitaufwand von etwa sechs Stunden pro Woche für das Studium. Sollte dies nicht zu bewältigen sein, ist es auch kurzfristig möglich, die Laufzeit des Lehrgangs zu verdoppeln.

Studierende der Deutschen Journalisten-Akademie haben keinen finanziellen Aufwand für Reisen, außerdem bleibt ihnen die Zeit erspart, die An- und Abreise kosten. Stattdessen rufen sie die Vorlesungen bequem online im Videoformat ab – wann immer es ihnen passt. Die Skripte zur Veranstaltung können heruntergeladen oder alternativ per Post zugeschickt werden. Regelmäßige Online-Seminare sind dafür da, dass sich die Studierenden untereinander und mit dem Dozenten austauschen, diskutieren und offene Fragen klären. Prüfungen finden auch im Internet statt. Sollten sich im Laufe des Studiums organisatorische oder fachliche Fragen ergeben, kann jederzeit der Teilnehmerservice der Akademie kontaktiert werden. Je nach Anliegen wird die Nachricht an den zuständigen Dozenten weitergeleitet, der sich schnellstmöglich online zurückmeldet.

Ausbildung im Sport-, Umwelt- oder Politikjournalismus

Momentan bietet die Deutsche Journalisten-Akademie 22 Lehrgänge an. Zwei von ihnen – der grundständige Lehrgang Journalismus und der Lehrgang Public Relations – sind für Personen geeignet, die bislang noch keine spezifische Berührung mit dem Journalismus hatten. Sie müssen lediglich ein Abitur oder den Abschluss einer Berufsschule sowie drei Jahre Berufserfahrung nachweisen. Alle anderen Lehrgänge dienen dem Aufbau auf bereits vorhandenes Wissen. Daher stehen sie nur Interessenten offen, die bereits eine journalistische Ausbildung haben oder diese gerade absolvieren oder die eine mindestens dreijährige Erfahrung in der Medienbranche vorweisen können.

Im Rahmen der Aufbaulehrgänge werden die Studierenden in spezifischen Bereichen des Journalismus ausgebildet, wie etwa dem Sport-, dem Umwelt- oder dem Politikjournalismus. Ein interdisziplinärer Lehrgang beschäftigt sich mit dem unternehmerischen Journalismus, also mit der Verbindung von journalistischer Arbeit mit deren geschäftlichem Hintergrund. Er richtet sich an Personen, die sich beispielsweise als Journalisten selbstständig machen wollen. Daher sind betriebswirtschaftliche Inhalte ein wesentlicher Teil des Lehrgangs. Die Prüfungen bestehen zudem daraus, schrittweise ein imaginäres Unternehmen zu gründen. Dafür erhalten die Studierenden Feedback vom Dozenten, das ihnen für ihren weiteren beruflichen Weg dienlich ist.