Josefa Schmid sagt aus Früherer Bamf-Chef beantragt Verfahren gegen sich selbst

Autorenprofil Ruth Schormann
Die Bamf-Zentrale in Nürnberg, deren Präsident Manfred Schmidt (kl. Bild) gewesen ist. Foto: dpa

Ex-Bamf-Chef Manfred Schmidt zeigt sich selbst an, um seine Unschuld zu beweisen. Derweil sagt in Bremen Josefa Schmid aus - und die FDP droht Horst Seehofer.

München, Bremen - Der Skandal um den Ableger des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Bremen zieht weitere Kreise: Wie die "Bild" berichtet, hat sich nun ein ehemaliger Präsident der Behörde, Manfred Schmidt, selbst angezeigt. Er war von 2010 bis 2015 Leiter des Amts, das seinen Hauptsitz in Nürnberg hat.

Wie die "Bild" schreibt, hat der Jurist, der mittlerweile Vizepräsident des Bundesverwaltungsamtes ist, ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst beantragt. Damit wolle er wohl seine Unschuld in dem Skandal rund um ungeprüft genehmigte Asylanträge in Bremen beweisen.

Affäre um Bamf: FDP droht mit Untersuchungsausschuss

Dort, im Bremer Bamf-Ableger, war auch Josefa Schmidt (FDP) als kommissarische Leiterin beschäftigt - und ihren Aussagen nach auf noch mehr Unregelmäßigkeiten gestoßen, als bisher bekannt waren. Bereits im März hätte sie deswegen um ein Gespräch mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gebeten. Er sei aber erst fünf Wochen später informiert worden, hieß es.

FDP-Chef Christian Lindner drohte deswegen mit einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss, sollte die Affäre um manipulierte Asylentscheidungen nicht "restlos aufgeklärt werden".

Schmid hat gestern zu dem Fall bei der Bremer Staatsanwaltschaft ausgesagt, berichtet der BR.

 

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