Johanniter-Kinderprojekt Ausgezeichnete Zukunftschancen

Stefan Witte von der Deutschen Bank und Katrin Hennig vom Land der Ideen (r.) gratulieren der Einrichtungsleiterin Renate Schemann. Foto: Deutschland - Land der Ideen

Das Haus zur Förderung benachteiligter Kinder in München gewinnt berim Innovationswettbewerb und wird "Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen".

 

Ramersdorf - Im bundesweiten Innovationswettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" 2013/14 ist das Kinder- und Jugendhaus der Johanniter in Ramersdorf als einer von 100 Preisträgern ausgezeichnet worden.

Zum Thema "Ideen finden Stadt" liefert die Johanniter-Unfall-Hilfe eine Antwort auf die Frage, wie Kindern aus benachteiligten Familien eine individuelle Förderung und Betreuung ermöglicht und dadurch die Integration in das Stadtviertel vorangetrieben werden kann.

Armut ist oft ein Teufelskreis. Ihn zu durchbrechen, hat sich das Kinder- und Jugendhaus zur Aufgabe gemacht. 30 Kinder aus 22 Nationen, die aus benachteiligten Familien stammen, bekommen hier nach der Schule nicht nur ein warmes Mittagessen und Hausaufgabenhilfe.

Gemeinsame Aktivitäten wie Kochen, Sport, Musik und Ausflüge fördern zudem soziale Kompetenz, Selbstbewusstsein, Kreativität und die Integration im Viertel. Das Besondere aber ist die individuelle Betreuung: Pädagogen und ehrenamtliche Lesepaten haben jedes Kind und seinen Förderbedarf im Blick.

Die Initiative "Deutschland - Land der Ideen" und die Deutsche Bank zeichnen im Rahmen des Wettbewerbs gemeinsam Ideen und Projekte aus, die Lösungen für die Herausforderungen der Städte und Regionen von morgen bereithalten.

Stefan Witte, Direktor der Deutschen Bank Wealth Management in München, überreichte der Leiterin des Johanniter-Kinderhauses, Renate Schemann, und ihrem Team die Auszeichnung als "Ausgezeichneter Ort 2013/14" und betonte: "Das Johanniter Kinder- und Jugendhaus baut Brücken: von der Familie und der Clique in die Gemeinschaft, von der Bildung heute in die Chancen von morgen, von der Isolation in die Integration, von der grauen Gegenwart in eine aussichtsreichere Zukunft."

Der Johanniter-Landesvorstand Jürgen Wanat kommentierte die Auszeichnung: "Wir sind sehr stolz, ein ,Ausgezeichneter Ort' im Land der Ideen zu sein und damit eine Lösung für das Leben in der Stadt von morgen aufzeigen zu können. Für uns Johanniter und insbesondere für das Team des Kinderhauses ist es eine weitere Bestätigung für den Erfolg unseres Einsatzes für Münchner Kinder, die sonst in unserem Schulsystem keinen Anschluss finden würden. Deutlich gezeigt hat dies auch die letzte Zeugnisvergabe. Sechzig Prozent der von uns geförderten Viertklässler haben eine Empfehlung für das Gymnasium oder die Realschule bekommen."

"Ideen sind unsere wichtigsten Rohstoffe. Sie bringen unsere Gemeinschaft voran, sie stärken den Standort Deutschland und machen die Städte lebenswerter. Das wollen wir sichtbar machen", begründete Stefan Witte das langjährige Engagement der Deutschen Bank im Wettbewerb.

Aus rund 1.000 Bewerbungen wählte die Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern gemeinsam mit einem vierköpfigen Fachbeirat das Johanniter Kinder- und Jugendhaus München-Ramersdorf der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. als Preisträger aus.

 

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