Am 8. August meldete ihn seine Frau bei der Polizei in Schwaz/Tirol als vermisst. Seitdem suchen Einsatzhelfer nach dem Kanadier Jeffrey David Freiheit. Jetzt teilt die Polizei mit, dass die verweste Leiche gefunden wurde.

Bad Tölz - Auf Facebook schreibt Mutter Kathy, dass ihr 32-jähriger Sohn von freiwilligen Helfern entdeckt worden war. "Mit gebrochenem Herzen muss ich euch sagen, dass wir Jeff gefunden haben. Damit meine ich mich selbst, Adam, Susanne, Ali, Peter und ein paar andere. Jeff, unser Sohn, Ehemann, Bruder, Familienmitglied und Freund kommt nach Hause. Ich bin überwältigend und dankbar für alle, die an dieser traurigen Reise teilgenommen haben - zu Hause und hier in Deutschland." 

Jeff Freiheit stürzte 100 Meter ab

Der teils verweste Leichnam des 32-Jährigen befand sich nach Polizeiangaben verdeckt in einem Latschengebiet unterhalb der etwa 1.700 Meter hohen Achselköpfe. Zuvor hatten die Alpine Einsatzgruppe der Polizei und die Bergwacht vergeblich mehrere Tage das Gelände durchsucht. Die Suche wurde vor wenigen Tagen offiziell eingestellt. Ein Bekannter der Familie des Vermissten, ein kanadischer Polizeibergführer, setzte daraufhin die Suche fort. Er entdeckte den Toten am Sonntagmorgen. Nach ersten Erkenntnissen kam er vom geplanten Weg ab und stürzte bis zu 100 Meter in die Tiefe. Eine Untersuchung in der Rechtsmedizin soll die genaue Todesursache klären. Fremdverschulden schlossen die Beamten aus.

Der 32 Jahre alte Jeffrey David Freiheit aus Brandon in Kanada war eigentlich auf einer Alpenüberquerung von München nach Venedig. Am 8. August teilte seine Frau der Polizei in Schwaz/Tirol mit, dass sie den Kontakt zu ihm verloren hätte. Er solle zuletzt am Karwendelhaus in Tirol gesehen worden sein. Die österreichische Polizei allerdings fand heraus, dass der Bergsteiger zuletzt im Bereich der Polizeiinspektion Bad Tölz gesichtet wurde und Tirol vermutlich nie erreicht hat.