Jahrhundertealte Tradition Frühjahrsputz für die Isar: Bachauskehr startet

Zwischen Maximilians- und Wittelsbacher Brücke wird am Samstag der Wasserspiegel fallen. Foto: wikimedia/A. Hert

Seit hunderten von Jahren erfolgt in München die Bachauskehr traditionell im Frühjahr und Herbst. Nun ist es wieder so weit.

 

München - Münchens fließende Gewässer werden frühlingsfit gemacht. Wie regelmäßig im Frühjahr und im Herbst säubert die Stadt zur Bachauskehr die Flussbetten - und das schon seit Jahrhunderten.

Diesmal stehen der westliche Flussarm der Isar, der Fabrikbach und der Eisbach auf der Liste. Drei Wochen sind für die Räumungsaktion eingeplant, sie beginnt am Samstag, 18. März, und ist voraussichtlich am Freitag, 7. April, abgeschlossen.

Isar wird teilweise trockengelegt

Das Baureferat schließt dazu am Samstagmorgen den Zulauf zum Fabrikbach und öffnet die Schleusen an den Wehranlagen gegenüber der Lukaskirche sowie am Praterwehr. Langsam sinkt dann im westlichen Isar-Flussarm zwischen Maximilians- und Wittelsbacher Brücke der Wasserspiegel. Und in der Folge in den Bächen im Englischen Garten. Schließlich rücken die Angler an: Am selben Tag sollen die Fischereiberechtigten die Bereiche abfischen.

Dann beginnt die eigentliche Arbeit, über Wochen werden die Flussbetten von Unrat und Sedimenten befreit. Denn was sich am Grund ablagert oder ungehindert wuchert, belastet die Tierwelt. Auch Bauwerke am Wasser werden bei der Gelegenheit untersucht und gegebenenfalls repariert. Häufig beschädigt mitgerissenes Treibgut die Böschungen, Dämme und Brücken am Fluss.

Moderne Variante der Auskehr

Vor mehr als 25 Jahren führte das Baureferat die sogenannte "sanfte Bachauskehr" ein. Bei dem Verfahren bleibt immer Restwasser für die Fauna in den Bächen zurück. Im April wird die Isar dann wieder aufgestaut und der Zulauf zum Fabrikbach geöffnet.

 

4 Kommentare