Italienische Pracht und Herrlichkeit Jetzt dieselt's im Maserati Levante

Der Maserati Levante ist ein stattliches Exemplar der Gattung SUV: Er bringt es von der Stoßstange bis zu den Auspuff-Endrohren auf extakt 5.003 Millimeter Länge. Foto: Rudolf Huber

Wenn's im Luxus-SUV leise dieselt: Die beiden Benziner des Maserati Levante bekommen jetzt Zuwachs. Die AZ hat den Selbstzünder bereits ausprobiert.

 

Tegernsee - Mit seinem großen SUV Levante hat Maserati auch Großes vor. Rund 2.700 Exemplare des Neulings wollen die Italiener im ersten vollen Verkaufsjahr 2017 an die Frau und den Mann bringen. Dazu ist dringend ein Selbstzünder nötig, denn Diesel dominieren in der Klasse von Porsche Cayenne, Audi Q7, BMW X5 oder Jaguar F-Pace. Bis zu 75 Prozent und mehr am Levante-Anteil traut etwa Maserati-Sprecher Thomas Kern dem 202 kW/275 PS starken Dreiliter-Aggregat zu.

Eine Einschätzung, die nach einer ersten Testfahrt mit dem jetzt lieferbaren Diesel-Levante realistisch erscheint. Nach einem Hauch von Denkpause legt sich der Motor beim kräftigen Gasgeben so vehement ins Zeug, dass keinerlei Sehnsucht nach den Fahrleistungen der 275 kW/350 PS und 316 kW/430 PS starken Sechszylinder-Benziner entsteht. Untermalt von dezentem Schnurren zieht es den Diesel-Levante in 6,9 Sekunden auf 100 km/h und weiter bis 230 km/h.

Potente Kraftquelle: Der Dieselmotor des Maserati Levante liefert 202 kW/275 PS an alle vier Räder. Foto: Rudolf Huber

Den Normverbrauch beziffert Maserati mit 7,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer, auch bei beherzter Fahrweise dürften Werte um die 10 Liter realistisch sein. Die Achtgang-Automatik harmoniert gut mit dem Luxus-SUV, ein hohes Maß an Genuss vermittelt der Levante speziell als agiler Gleiter. Aber er kann auch eine Portion Offroad ab, auch wenn jedem Levante-Eigner grober Untergrund wohl in der Seele wehtun würde. Um die Abstimmung kümmert sich der Bordrechner, der die sechs einstellbaren Fahrhöhen des Luftfederungssystems den Umständen anpasst - bis hin zum deutlichen Absenken der Karosse beim Parken. Per Knopfdruck lassen sich die vier Fahrmodi Normal, I.C.E., Sport und Offroad einstellen.

Trotz Diesel ein echter Maserati

Reichlich feines, sauber verarbeitetes Leder und eine umfangreiche Infotainment-Ausstattung empfangen die Passagiere beim Einsteigen. Der Startknopf liegt links, die Bedienung ist für Kenner der Marke ein Klacks - man kennt das etwa aus dem Quattroporte. Reichlich Luxus und Platz bietet der Levante serienmäßig, außer fünf Fahrgästen passt auch noch Gepäck mit einem Volumen von 580 Liter rein - ein ordentlicher Wert.

Und wie schaut es mit dem Fahrgefühl aus? Auch bei dieser Frage müssen sich Diesel-Interessenten keine Sorgen machen. Der Selbstzünder-Levante ist ein echter Maserati. Er fegt um die Ecken fast wie ein Sportwagen, zeigt auf der gut geteerten Gerade ein hohes Maß an Komfort und schluckt auf gröberem Untergrund reichlich was weg. Zu haben ist er ab 70.500 Euro.

 

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