ISIS kesselt Jesiden ein Luftschläge in Nordirak: IS-Kämpfer zurückgedrängt

IS-Kämpfer ziehen sich nach Bomben-Angriffen im Irak aus der nördlich der Hauptstadt Bagdad gelegenen Provinz Salaheddin zurück. Deutsche Jesiden sollen unterdessen von ISIS eingekesselt worden sein.

Bagdad - Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ziehen sich im Irak nach Medienberichten aus der nördlich der Hauptstadt Bagdad gelegenen Provinz Salaheddin zurück. Dutzende Anhänger hätten zuvor kontrollierte Gebieten rund um die Stadt Tikrit in Richtung der nordirakischen Provinz Ninive verlassen, berichtete die unabhängige irakische Nachrichtenseite Al-Sumaria News unter Berufung auf lokale Quellen am Montag. Die Region um das 160 Kilometer nördlich Bagdads gelegene Tikrit war in den vergangenen Tagen verstärkt von Flugzeugen der internationalen Allianz bombardiert worden.

Die irakische Armee rückt nach Angaben von Al-Sumaria News jedoch aufgrund vielerorts vom IS hinterlassener Sprengfallen nur langsam in die Region vor. Bei Gefechten am Sonntag seien insgesamt 40 IS-Kämpfer getötet und 18 Fahrzeuge der Miliz zerstört worden, sagte der Polizeichef von Salaheddin dem Nachrichtenportal Al-Mada. Zudem seien 30 Sprengsätze entschärft worden. Die IS-Extremisten waren Mitte Juni nach der Einnahme der nordirakischen Stadt Mossul über Tikrit in Richtung Bagdad vorgerückt.

Bild.de berichtet underdessen, dass "sich die Lage in der Stadt Scherfedin zuspitze". Zehntausende Bürger, im wesentlichen Jesiden würden dort von IS-Kämpfern eingekesselt. Bild zitiert von der Facebook-Seite des deutschen Jesiden Abdul Karim Khalaf: "Wir werden von allen Seiten von ISIS angegriffen. Erhebt eure Stimme und bittet um Luftunterstützung."

 

0 Kommentare