Irre Vorwürfe am Landgericht Mann (50) zieht Schneise der Verwüstung durch die Stadt

Der Prozess gegen den schizophrenen Frührentner begann am Montag im Landgericht München. Foto: dpa

Ein Schizophrener Mann (50) soll schlimme Verwüstungen angerichtet haben und dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden.

 

München – Autos mit einem Schlüssel zerkratzt, Kot in Briefkästen und an Türen geschmiert oder Türschlösser verklebt – die Antragsschrift gegen Frührentner Peter H. (50) listet allein 24 Sachbeschädigungen auf. Dazu kommen sieben Diebstähle, ein Hausfriedensbruch, Missbrauch von Notrufen und Beleidigungen.

Eine Polizistin soll er in der Ettstraße gefragt haben, ob „sie hier normalerweise das Klopapier verteile“. Einen anderen Geschädigten bezeichnete er als „Vollpfosten“.

Die Taten sind an Absurdität nicht zu überbieten

Wie ein Orkan soll der 50-Jährige durch die Stadt gezogen sein und eine Schneise der Verwüstung hinterlassen haben. So habe er mit einem Pflasterstein im November 2014 die Eingangstür einer Münchner Eisdiele zerstört haben, um an Bargeld heranzukommen. Das mache doch gar keinen Sinn, wirft Peter H. ein: „Die Eisdiele ist im Winter geschlossen.“ Überhaupt seien alle Vorwürfe nur Lügen.

Auch dass er in der Säbener Straße ein Auto abschleppen und in eine Werkstatt bringen ließ, streitet er ab. Dort soll er sich einen Schlüssel nachmachen lassen und mit dem Wagen vom Hof gefahren sein. Das Auto habe er dann mit Vaseline beschmiert – und Vaseline in den Tank eingefüllt haben.

Peter H. leidet laut Staatsanwaltschaft an einer akuten schizophrenen Erkrankung. Er war nicht in der Lage das Unrecht seines Handelns einzusehen. Da solche Taten aber weiter von ihm zu erwarten seien, soll er dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden.    

 

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