Iordanescu-Nachfolge Rumäniens Nationaltrainer: Daum vor Comeback

Wurde bereits am Flughafen in Bukarest gesichtet: Christoph Daum. Foto: dpa

Nach mehr als zweijähriger Abwesenheit steht Christoph Daum vor einer Rückkehr ins Fußballgeschäft: Der 62-Jährige soll rumänischer Nationaltrainer werden und weilt angeblich zu Verhandlungen in Bukarest.

 

Bukarest - "Ich bin hier, weil das Wetter schön ist", hat Christoph Daum am Mittwoch am Bukarester Flughafen auf die Frage eines Reporters des TV-Senders Dolce-Sport geantwortet, ob er denn neuer Nationaltrainer Rumäniens werde.

Zugegeben: Die Antwort lässt viel Raum für Spekulationen - doch die Anzeichen verdichten sich, dass der frühere Stuttgarter Meister-Coach kurz vor einem Engagement steht.

Der 62-Jährige - er betreute bis März 2014 den türkischen Erstligisten Bursaspor - befindet sich bereits zu Verhandlungen in Bukarest. Daum war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Laut Medienberichten möchte Verbandspräsident Razvan Burleanu den Deutschen am Donnerstag dem Exekutivkomitee vorschlagen, sollte denn eine Einigung erzielt werden.

Zuletzt hatte Burleanu schon verkündet, der neue Coach werde in jedem Fall ein Ausländer sein. Dieser wird Nachfolger von Anghel Iordanescu (66), dessen Vertrag nach der schwachen EM-Vorrunde nicht verlängert worden war.

Iordanescu musste nach den Niederlagen gegen Gastgeber Frankreich (1:2) und Albanien (0:1) sowie einem Unentschieden gegen die Schweiz (1:1) gehen. Rumänien reiste als Letzter der Gruppe A ab und verpasste den Einzug ins Achtelfinale klar.

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Nach dpa-Informationen verhandelt Daum schon seit rund einer Woche mit Rumäniens Verband und hätte Interesse an dem Job.

"Ein Traum von mir wäre es sicherlich, noch mal eine Nationalmannschaft zu trainieren und mit ihr an einer EM oder WM teilzunehmen", hatte Daum vor knapp drei Monaten gesagt.

Rumänien will erstmals nach 20 Jahren unbedingt wieder an einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Daums Auftrag wäre es, das Team zu dem Turnier 2018 in Russland zu führen - das war Ex-Coach Anghel Iordanescu nicht mehr zugetraut worden.

 

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