Interview mit dem Löwen-Trainer Ricardo Moniz: Keiner hat einen Stammplatz!

Ricardo Moniz hat noch viel vor sich. Foto: imago

Im Trainingslager spricht Ricardo Moniz über den potentiellen Neuzugang Leonardo und ruft den offenen Konkurrenzkampf aus: Selbst Gabor Kiraly ist nicht gesetzt.

Bad Häring – Der neue Löwen-Coach Ricardo Moniz muss im Trainingslager eine komplett neue Truppe formen. Am Zweiten Tag in Bad Häring hat die AZ Moniz zwischen zwei Trainingseinheiten zum Gespräch getroffen.

Trainer Ricardo Moniz über ... 

.... eine mögliche Verpflichtung von Leonardo: Das kann man nicht sagen. Leonardo Ist ein guter Fußballer. Alle wissen, dass ich mit ihm gearbeitet habe. Er ist ein Spieler für außen oder für die 10. Ein Spieler, der eine Überzahl schaffen kann. Er passt in das Spielerprofil.

... die Gründe für das abrupte Vertragsende von Leonardo in Budapest: Leonardo bei Budapest war ein Erfolgsgeschichte. Dann ist was passiert, die Philosophie von Budapest zerbrochen und viele Spieler sind gegangen.

... das hohe Alter vom 31-jährigen Leonardo: Wie ich trainiere, bleibst du fit bis 40. In Hamburg habe ich mit Ze Roberto trainiert. Jeden Tag eine Stunde Krafttraining und er war mit 38 Jahren noch fit.

... Julian Weigl: Weigl hat jetzt die Chance Kapitän zu werden. Es ist auch ein Zeichen der Wertschätzung. Er muss das Spiel machen, immer 80 bis 100 Ballkontakte haben und immer Druck auf die Abwehr entfachen. Seine Torgefahr muss sich weiterentwickeln, weil er da stagniert, aber das weiß er. Er ist ein sehr guter Fußballer.

... die Kapitänswahl und die Entscheidung, wer das Tor hüten wird: Noch ist nichts entschieden. Niemand ist gesetzt, keiner hat einen Stammplatz! Vor den letzten beiden Testspielen gebe ich den Torwart und den Kapitän bekannt.

... die Verfassung seines Teams: Alles ist perfekt. Großes Kompliment an die Mannschaft. Sie ist diszipliniert und fleißig, die Mannschaft wird stark.

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... die harte Trainingsintensität: Ich hab doch gesagt, dass das Training hart wird. Das war noch nichts!

... die Niederlage gegen St. Gallen:  Besser, dass es jetzt passiert, als gegen Kaiserslautern. Das war meine Verantwortung. Ich habe versucht, mit Daylon Claasen zu experimentieren. Das war von Anfang an nicht glücklich.

... den anstehenden Test gegen Mönchengladbach: Ich fange ähnlich wie gegen Karlsruhe an. Ich weiß noch nicht, wer im Tor ist. Vielleicht Kiraly, aber vielleicht spielt auch Vitus Eicher. Gary Kagelmacher kann noch nicht dabei sein. Das Ergebnis im Testspiel  ist essenziell.

... die Position von Markus Steinhöfer: Er hat auf der rechten Offensivseite keinen Eindruck auf mich gemacht. Das ist nicht seine Position. Aber ich muss ihm helfen, er kann gut Fußball spielen, ist in der Defensive gut.

... die Präsenz des TV-Teams von Sky: Das ist eine Entscheidung vom Management. Ich habe ihnen nur gesagt, sie dürfen nichts rausschneiden. Du musst auch die bösen Momente zeigen.

... potentielle Neuzugänge, die bei Sechzig gehandelt werden: Es ist ein Kompliment an den Verein, dass wir interessant sind für andere Spieler. Das ist ein Kompliment für das Team um Gerhard Poschner.

 

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