Interview mit Austro-Popper Seiler: "Wir würden auch mit den Basketballern singen"

Fußballer mit Gesangstalent: Die Bayern-Profis Thomas Müller (l.) und David Alaba singen „Ham kummst“ von Seiler und Speer. Foto: dpa

Die Austro-Popper Seiler und Speer treten vor dem Spiel gegen Bonn im Audi Dome auf. Im AZ-Interview sprechen sie über ihre Gesangseinlage mit Müller und Alaba: "Der Thomas ist ein echter Entertainer".

 

Der Kabarettist Christopher Seiler ist die eine Hälfte des Austro-Pop-Duos "Seiler und Speer", das mit "Ham kummst" einen Überhit gelandet hat. Am 7. April wurde die zweite CD "und weida?" veröffentlicht, am Donnerstag (20.30 Uhr) treten die beiden beim Spiel der Bayern-Basketballer gegen Bonn auf. Die AZ hat mit Christoph Seiler gesprochen.

AZ: Herr Seiler, am Gründonnerstag treten Sie gemeinsam mit Ihrem Kollegen Bernhard Speer beim Spiel der Bayern-Basketballer gegen Bonn auf. Haben Sie die Fußballer Thomas Müller und David Alaba schon gefragt, ob die beiden mitsingen wollen?
CHRISTOPHER SEILER: Sie meinen so wie letztes Jahr auf der Double-Feier der Fußballer?

Genau, da haben Sie mit Müller und Alaba Ihren Hit "Ham kummst" gesungen. Die beiden haben eine ganz gute Figur gemacht.
Also, das sagen jetzt Sie.

So gut war es nicht?
(lacht) Doch klar, es hat schon Spaß gemacht. Aber ich glaube, die beiden haben gerade genug zu tun. Ich werde den David mal fragen, wir sind ja befreundet, schreiben über Whatsapp.

Wer ist denn der bessere Sänger von beiden: Alaba oder Müller?
Ich muss jetzt leider gegen meinen Landsmann sprechen: Der Thomas Müller war besser, der ist ein echter Entertainer. Der hat auf der Feier dann noch ein anderes Lied unseres Albums allein gesungen.

Kommen wir zum Basketball: Haben Sie denn selbst mal gespielt?
Dafür bin ich ja zu klein, gerade mal 1,74 Meter. Ich freue mich auf das Spiel, bin aber eigentlich eher Fußballfan. Ich habe früher in Österreich auf Kreisliga-Niveau gespielt. Irgendwann habe ich zum Glück mein wahres Talent entdeckt. Und das liegt weder in der Halle noch auf dem Rasen.
Sondern im musikalischen Bereich. Stimmt es eigentlich, dass Sie Ihren Mega-Hit "Ham kummst" inzwischen leid sind?
Irgendwann kann man das halt nicht mehr hören. Ich will jetzt den Song nicht schlechter machen, als er ist. Aber privat höre ich andere Dinge: Deep Purple, The Doors, österreichische Künstler wie Ludwig Hirsch. Es wäre ja egomanisch, wenn ich Zuhause meine eigenen Lieder hören würde. Ich bin ein sehr lyrischer Mensch, die Texte sind mir wichtig.

Und ein Mensch, der Festzelte nicht besonders mag. Da wird "Ham kummst" ja immer noch rauf und runter gespielt.
Ist das so? Dann tut es mir echt leid! Ich mag Festzelte wirklich nicht, diese Idee dahinter, sich einfach zu betrinken. Aber das kann natürlich jeder selbst entscheiden.

Besteht denn die Gefahr, dass auf Ihrem neuen Album "Und weida", das seit vergangenem Freitag erhältlich ist, der nächste Festzelt-Hit drauf ist?
Nein, das kann ich sicher sagen: Es gibt diesmal keinen! Das Album ist ganz anders aufgebaut, es ist ernster, musikalischer, es hat mehr Seele und Charakter.

Würden Sie denn auch mal auf einer Meisterfeier der Bayern-Basketballer singen – oder ist das den Fußballern vorbehalten?
Nein, das kann ich mir schon vorstellen, das würde ich nicht nur für die Fußballer machen. Wenn’s passt, dann passt’s. Ich komme immer gern nach München. Die Stadt erinnert mich an Wien, ihr habt die Isar, wir die Donau. Die Sprache ist ähnlich.

Dann können Sie ja vielleicht demnächst zweimal nach München kommen: zur Meisterfeier der Basketballer und zur Triple-Feier der Fußballer.
Ich traue Carlo Ancelottis Mannschaft das Triple auf jeden Fall zu, die spielen ja aktuell einen Fußball, das ist eine Augenweide.

Und dann wird ein Lied mit Alaba und Müller aufgenommen?
Gerne – wenn ich dafür einen Platz im Kader der Bayern bekomme.

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