Interesse am Almdorf Michael Käfer: Hotel-Pläne am Tegernsee

Das Almdorf am Fuße des Neureuth (roter Kreis) in Sichtweite zum Tegernsee: Michael Käfer hat Interesse. Er plant ein Hotel bestehend aus kleineren und größeren Almen. Foto: Google Maps/dpa/Tegernseer Stimme

Das Almdorf zählt zu den Top-Projekten in der Warteschleife – jetzt bekundet der Münchner Groß-Gastronom Michael Käfer Interesse.

 

München – Die Lage könnte besser kaum sein und doch steht hier seit fast vier Jahren alles still. Unterhalb der Neureuth am Tegernsee befindet sich ein 4500 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem noch das Café Bergschwalbe steht. Ein Almdorf ist hier geplant. Ein großes Projekt, das immer wieder für Gesprächsstoff sorgt, aber eben schon lange in der Warteschleife hängt. Doch jetzt kommt Schwung in die hölzerne Bude.

Die Tegernseer Ernst Tengelmann GmbH entwickelt das exklusive Tourismus-Vorhaben mit dem Schlierseer Architekten Johannes Wegmann. Wie die „Tegernseer Stimme“ berichtet, hat im vergangenen Sommer der Bauausschuss den Bauantrag befürwortet, seither wird ein Investor und Betreiber gesucht.

Der könnte nun gefunden sein. Münchens Feinkost-König und Groß-Gastronom Michael Käfer hat nämlich Interesse, das Almdorf zu übernehmen.

Baugenehmigung bereits in zwei Monaten?

Zur AZ sagt er: „Konkret sieht es so aus, dass noch nichts unterschrieben ist, aber entwickelt wird. Ich warte jetzt erstmal auf die Baugenehmigung und die Konditionen. Reizen würde mich das Almdorf auf jeden Fall – allein schon wegen dieses Wahnsinns-Blicks.“ Außerdem, sagt Michael Käfer, sei es „eine tolle Ergänzung zu Gut Kaltenbrunn“.

Das Wirtshaus in Gmund am Tegernsee, etwa zehn Auto-Minuten vom Almdorf entfernt, eröffnete er im letzten Juni. „Es läuft prima dort“, erzählt Käfer. „Eine Hotelanlage wäre nun eine spannende Herausforderung und Aufgabe. Ich denke und hoffe, dass die Baugenehmigung in spätestens zwei Monaten durch ist.“

Eine Petition gegen das Almdorf hatte keinen Erfolg

Und dann? „Urig soll es vor allem werden – mit größeren und kleineren Almen“, erklärt der Wiesn-Wirt.

Bislang geplant sind sieben Chalets, zwei Hauptgebäude, Tiefgarage, Cigar Lounge, Sauna und ein Weiher. Für die 76-Betten-Hotelanlage hatte sich der Stadtrat schon 2012 ausgesprochen. 780 Tegernseer kämpften damals mit einer Petition gegen das Vorhaben. Erfolglos. Wann Käfers Almdorf fertig sein könnte? „In anderthalb bis zwei Jahren“, meint Käfer. Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn freut sich schon jetzt. Der „Tegernseer Stimme“ sagt er: „Mit Michael Käfer hätte das Almdorf einen Profi.“ Bis der Profi seine Pläne umsetzen kann, hat er Ostern mit seiner Familie genossen. Daheim in Rottach – an seinem geliebten Tegernsee.

Hier soll Käfers neues Hotel entstehen

 

 

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