Interaktives Kunstprojekt Die drei Fragezeichen vor der Staatsoper

So voll wie bei "Oper für alle" wird es auf dem Plazt vor dem Theater bei der Kunstaktion wohl nicht werden, oder doch? Foto: dpa

Ein europäisches Streetart-Projekt startet am Donnerstag mit einer Aktion in München. Die drei Fragezeichen auf dem Boden vor der Staatsoper weisen den Weg.

 

Altstadt - Am Donnerstag, 10. April, startet der Münchner Teil der europaweiten Kunstaktion „What’s the deal?!“, in deren Zentrum die jungen urbanen Szenen und das Thema Nachhaltigkeit stehen. Akteure aus den Bereichen Mural Art, Design, Skateboarding, urbanes Biking und digitale Medien setzen sich bis Juli 2015 in fünf Städten in künstlerischen Arbeiten und Aktivitäten mit dieser Thematik auseinander.

Unter jeweils einem anderen Motto finden Projekte in Amsterdam, Hallein/Salzburg, Ljubljana, München und in Münchens Partnerstadt Bordeaux zu Produktion, Reproduktion, Ressourcen und Authentizität der jungen urbanen Szenen statt. München widmet sich dabei mit „Nomadic Sculpture“ schwerpunktmäßig dem Skateboarding. In mehreren Etappen und begleitet von einem kulturellen Rahmenprogramm wird an verschiedenen Standorten ein Prototyp einer transportablen, befahrbaren Skateboard-Rampe aus recyceltem und wiederverwendbarem Material entwickelt, die durch die Stadt an verschiedene Aufstellungsorte wandert: eine „Nomadic-Sculpture“.

Den Auftakt zur „Nomadic Sculpture“ macht am Donnerstag, 10. April, „Episode I: Die 3 Fragezeichen“ am Max-Joseph-Platz vor der Bayerischen Staatsoper: Bis 12. April gibt es jeweils von 12 bis 18 Uhr eine Passantenbefragung und ein kulturelles Rahmenprogramm (bis 23 Uhr). Drei Fragezeichen-Skulpturen aus recyceltem und wiederverwendbarem Material markieren die Stationen, bei denen Fragen zur Nutzung des öffentlichen Raums und über das Verhältnis zu Nachhaltigkeit und Mehrwert gestellt werden.

Ein „What’s the deal?“-Container zeigt Kunstproduktionen und Filmshows über Skaterszenen in der DDR, Wien und Kabul. Auf einer Bühne und auf dem Platz gibt es musikalische und performative Darbietungen. Der Eintritt ist frei. Für die an der Umfrage teilnehmenden Passanten gibt es ein individuell für sie produziertes Geschenk.

Die Ergebnisse der Passantenbefragung fließen zudem in die weitere Durchführung des Projektes ein. Die „Nomadic Sculpture“ wird in weiteren Etappen und Orten in der Stadt unter der künstlerischen Leitung von Philip Metz ausgebaut. Die Aufstellungsorte werden einvernehmlich mit der Skateboardszene ausgesucht.

Die nächsten öffentlichen Termine sind für Episode II vom 26. bis 29. Juni sowie für Episode III vom 11. bis 14. September. Im Oktober wird die „Nomadic Sculpture“ anlässlich des 50. Geburtstages der Städtepartnerschaft München-Bordeaux nach Frankreich gehen.

 

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