Insolvente Modekette Wöhrl-Sohn Christian Greiner bekommt den Zuschlag

Christian Greiner (38) (kleines Bild) wird neuer Eigentümer der insolventen Mode-Kette Wöhrl. Foto: dpa/Imago/Astrid Schmidhuber

Christian Greiner (38) soll das insolvente Imperium wieder flott machen. Der Mode-Investor ist in München kein Unbekannter. Wie es mit den Filialen und Arbeitsplätzen jetzt weitergeht.

 

Die Suche nach einem kapitalstarken Investor ist zu Ende: Die wirtschaftlich angeschlagene Modehaus-Kette Wöhrl bleibt in Familienhand. Neuer Eigentümer wird der Sohn des Unternehmers Hans Rudolf Wöhrl (69), Christian Greiner.

Darauf verständigte sich die Gläubigerversammlung am gestrigen Mittag. Einer entsprechenden Investorenvereinbarung hätten neben Anleihebesitzern auch Banken und Lieferanten zugestimmt. Das teilte das Unternehmen mit.

Nach der Investorenvereinbarung soll das Unternehmen "aus heutiger Sich" ohne die Schließung von weiteren Wöhrl-Filialen und ohne einen Arbeitsplatzabbau wieder flott gemacht werden.

Greiner ist der Sohn von Hans Rudolf Wöhrl und Enkel von Firmengründer und Namensgeber Rudolf Wöhrl, der das Textilunternehmen 1933 gegründet hat. Greiner trägt seinen Mutternamen.

Der 38-Jährige sitzt im Vorstand von Ludwig Beck

Der 38-Jährige studierte Musiker und Manager sitzt seit 2011 im Vorstand des Münchner Kultkaufhauses Ludwig Beck und ist dort verantwortlich für Einkauf, Verkauf und Marketing. Die Familiengesellschaft Wöhrl hält die Mehrheit an der Kaufhauskette. Zu Ludwig Beck gehört seit 2015 auch der Textilfilialist "Wormland", dort ist Greiner Geschäftsführer.

Die verschuldete Modehaus-Kette Wöhrl soll im Rahmen einer sogenannten Insolvenz in Eigenregie wieder auf Kurs gebracht werden. Das geht nicht ohne einen Investor. Einen entsprechenden Antrag hatten Anfang Dezember sowohl die Wöhrl AG als auch deren Tochtergesellschaft Rudolf Wöhrl gestellt.

Um die Kette zu sanieren, hatte der Insolvenzvorstand damit begonnen, unter anderem vier seiner 34 Filialen – auch die im PEP in Neuperlach – zu schließen. Davon waren 146 der rund 2000 Mitarbeiter betroffen.

 

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