Insektizideinsatz am Chiemsee Mit dem Hubschrauber gegen die Mückenplage

Insektizideinsatz am Chiemsee: Die Chiemsee-Gemeinden nehmen den Kampf gegen die Mücken auf. Großflächig soll Insektizid mit dem Hubschrauber verteilt werden.

 

PRIEN - Die Erfahrungen der letzten Jahre stimmen optimistisch. Auch heuer rüsten sich die Gemeinden rund um den Chiemsee gegen eine Mückenplage: Starke Regenfälle und schwüles Wetter sind die Vorboten für eine kleine Gefahr mit großer Stechwirkung. Dagegen hilft nur Insektizid – großflächig per Hubschrauber verteilt.

In den Hochwasser-Pfützen tummeln sich schon jetzt die Larven: Ochlerotatus sticticus, Aedes cinereus und Aedes vexans, wie die drei bekanntesten Zweiflügler am Chiemsee heißen, erwachen zum Leben. Nur in diesem Stadium können sie mit dem biologischen Insektizid Bacillus Thuringiensis Israelensis (BTI) bekämpft werden.

Mit einem auf 18 Grad minus gekühlten Granulat werden Hubschrauber losgeschickt, die rund 14 Tonnen davon in die Pfützen am Randes des Chiemsees verteilen.
Das einmalige Ausbringen von BTI kostet 160000 Euro. Dafür legen alle zehn Chiemseeanliegergemeinden zusammen. 

 

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