Ins Glockenbachviertel Juleps ist umgezogen: Großzügig gemütlich!

Im Juleps kann man gemütlich zusammensitzen, trinken und Burger essen. Foto: min

Das Juleps ist ins Gärtnerplatzviertel umgezogen – und bleibt sich am neuen Standort erfreulich treu.

Wenn Restaurants oder Bars umziehen, erkennt man sie danach oft nicht wieder. Das American Diner Juleps ist Mitte August von Haidhausen ins Gärtnerplatzviertel gezogen und wer in voller Geschwindigkeit vorbeiradelt, könnte meinen, in Haidhausen zu sein, so julepsmäßig sieht das neue Juleps aus. Das liegt auch daran, dass hier (bis DJ Tom Novy für ein Jahr eine Bar betrieb) das Restaurant Joe Peñas war, das bis vor einigen Jahren mit dem Juleps zusammengehörte.

Innen sieht das neue Juleps wie das alte aus

Juleps-Chef Stefan Berlakovich hat er zur Hälfte Backsteine eingezogen, die alten Rock ‘n’ Roll-Bilder aufgehängt und Tische und Stühle mitgenommen. Mal abgesehen von der Raumaufteilung ist das neue Juleps das alte Juleps.

Die Karte quillt gewohnt von Cocktails, Burgern, Steaks, Tex-Mex und Salaten über. Über den Caesar’s Salad (8,70 Euro) wird frisch am Tisch sehr viel Parmesan gehobelt. "Da darf man nicht geizig sein", erklärt die Frau aus dem Service. Die Chicken Fajitas (14,90 Euro) können sich zwei 1,62 Zentimeter große Frauen auch teilen, es sind Unmengen an Guacamole, Pico de Gallo, geriebenen Käse, Sauerrahm, Salat und warme Weizentortillas. Auch nett: Zum Espresso (2,20 Euro) gibt es ein Glas Sprudelwasser. Von der Tageskarte probieren wir den Veggiburger mit einem etwas bröseligen, orientalisch anmutenden Bun, Avocado und Süßkartoffelpommes (11,90 Euro). Solide. Hin und weg sind wir von den getrüffelten Pommes mit Parmesan (7,90 Euro). Auch wenn’s nur Trüffelaroma ist, ist es das ungesunde Essen, für das man gerne ungesund isst.

Petition an alten Vermieter

Im Laufe des Abends erleben wir, warum die Haidhauser ihr Juleps nicht gehen lassen wollten, sogar eine Petition haben 700 Stammgäste an den Vermieter gerichtet. Denn die Mitarbeiter im Juleps sind allesamt sehr nett, locker und beflissen. Wer einen Geburtstagskuchen auspackt und nach dem Kerzenausblasen das halbe Lokal vernebelt, bekommt Teller hingestellt. Wer rauchen geht, wird natürlich von der Rauchpause machenden Mitarbeiterin gefragt, ob man denn das alte Juleps kennt und über die lange Geschichte des Lokals aufgeklärt. Und interessierten Verehrern, die einen Deal mit den Barleuten machen wollen, um die Dame ihres Herzens kennenzulernen, wird freundlich Einhalt geboten.

Publikum im Juleps gar nicht rockig

Das Publikum hat einen leicht rockigen Einschlag, auch wenn die Musik nicht rockt. Es sind an diesem Donnerstagabend auch eine Familie mit drei Generationen plus Säugling da, Frauen, die aussehen als würden sie Kommunikationswissenschaft studieren und Langweiler wie wir, die sich nicht als Essenstester zu erkennen geben.

Je später der Abend, desto fröhlicher die Gäste. Die Cocktails sind großzügig gemixt, den namensgebenden Julep (9,50 Euro) probieren wir mit Rum, Minze, Ananassaft und Granat aus einem eiskalten Becher. Klassisch gut. Wären wir früher gekommen, hätten wir nur 5,70 Euro gezahlt. Täglich von 17 bis 19 Uhr ist Happy Hour. Stammgäste aus Haidhausen waren auch schon da, erfahren wir beim Plaudern. Es hat ihnen gefallen, sagt sie. Und wie soll es das auch nicht.


Buttermelcherstr. 17, So-Do 17 bis 1 Uhr, Fr & Sa 17 bis 3 Uhr, Telefon: 44 800 44

 

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