Das Wechseltheater um Jérôme Boateng geht weiter: Medienberichten zufolge ist der Wechsel des Innenverteidigers vom FC Bayern zu Manchester United geplatzt.

München/Rottach-Egern - Beim Geheimtraining des deutschen Rekordmeisters am Tegernsee war er dabei - ein weiteres Indiz dafür, dass ein Transfer von Jérôme Boateng auf die Insel immer unwahrscheinlicher wird.

Der Innenverteidiger vom FC Bayern wird offenbar nicht zu Manchester United wechseln, wie die "Bild" berichtet.

Demnach habe der Nationalspieler United-Trainer José Mourinho am Dienstag via Telefon mitgeteilt, dass er nicht in die Premier League wechseln wolle, da seine Perspektiven auf einen Champions-League-Sieg in München größer seien. (Lesen Sie hier: Bieten um Boateng - geht er oder bleibt er?)

Auch Bayern-Trainer Niko Kovac soll dabei eine Rolle gespielt haben. Der Deutsch-Kroate würde den Weltmeister von 2014 gerne behalten. "Es gibt nichts Neues zu berichten und ich hoffe, dass es dabei bleibt", sagte Kovac am Sonntag nach dem Testspiel-Sieg seiner Bayern gegen United (1:0).

Ribéry und Neuer sprechen sich für Boateng-Verbleib aus

Medienberichten zufolge habe der englische Rekordmeister noch vor der Partie Kontakt zu den Bayern aufgenommen, um die Möglichkeiten eines Wechsels des 29-Jährigen auszuloten. Ein offizielles Angebot gab es aber noch nicht.

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Franck Ribéry hatte sich zuletzt indirekt ebenfalls für einen Verbleib seines Teamkollegen ausgesprochen. "Er ist sehr wichtig für uns und für mich einer der besten Innenverteidiger der Welt", so der Franzose im Rahmen des Trainingslagers am Tegernsee (alle Infos im Newsblog). "Er würde uns natürlich fehlen, auf jeden Fall. Ich fände es auch schade, aber ich gehe jetzt mal nicht davon aus", pflichtete ihm Kapitän Manuel Neuer bei.

Boateng-Wechsel: PSG ist noch im Rennen

Dass Boateng tatsächlich auch kommende Saison für die Bayern auflaufen wird, ist indes noch nicht sicher. Paris Saint-Germain, denen seit Wochen ebenfalls Interesse am Innenverteidiger nachgesagt wird, ist noch im Rennen. PSG-Trainer Thomas Tuchel gilt als großer Fan von Boateng und hat sich wohl schon vor der Weltmeristerschaft in Russland mit dem Innenverteidiger getroffen.

Wie Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge zuletzt mehrfach betonte, würden die Bayern ihren Innenverteidiger bei einem entsprechenden Angebot ziehen lassen. "Wir haben darüber ausführlich diskutiert und ihm gesagt, dass wir, wenn er einen Klub hat, der bereit ist, eine interessante Ablöse zu zahlen, in Gesprächsbereitschaft sind", so Rummenigge zum Abschluss der USA-Tour der Münchner.