Innenminister über abgelehnte Asylbewerber Herrmann: Freiwillige Ausreise oder Abschiebung

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann: "Asylantragsteller gerade aus den Balkanstaaten haben faktisch keine Chance in Deutschland zu bleiben." Foto: dpa

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) fand am Freitag deutliche Worte im Bezug auf die Lage der abgelehnten Asylbewerber im Freistaat. Seine Aussage: Freiwillige Ausreise oder Abschiebung.

 

München - Rund 20.000 Asylbewerber ohne Bleiberecht haben Bayern in diesem Jahr wieder verlassen. Die Abschiebungen zeigten Wirkung, sagte Innenminister Joachim Herrmann am Freitag. Bayern werde daran auch im nächsten Jahr festhalten. "Asylantragsteller gerade aus den Balkanstaaten haben faktisch keine Chance in Deutschland zu bleiben. Ich kann jedem abgelehnten Asylbewerber nur raten, freiwillig auszureisen, ansonsten wird er abgeschoben."

Im Laufe des Jahres seien bisher knapp 4.000 abgelehnte Asylbewerber aus Bayern abgeschoben worden. Allein am Mittwoch und Freitag waren es mehr als 100 Menschen in Sammelflügen vom Flughafen München Richtung Kosovo und Albanien. "Zusammen mit den freiwilligen Rückkehrern werden Ende des Jahres damit voraussichtlich heuer circa 20.000 Menschen ohne Bleibeperspektive Bayern wieder verlassen haben", sagte Herrmann.

Die Asylanträge aus den Balkanstaaten seien mittlerweile deutlich zurückgegangen. Im November reisten nur noch 114 Menschen aus den Staaten des Westbalkans - Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien - nach Bayern ein.

 

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