In zweieinhalb Monaten 100.000 Besucher im NS-Dokuzentrum

Der Chef des NS-Dokuzentrums Winfried Nerdinger, die 100.000. Besucherin Gerda Ballentin und der Kulturreferant Hans-Georg Küppers (v.l.). Foto: Orla Connolly

Binnen zweieinhalb Monaten haben 100.000 Menschen das neue Münchner NS-Dokumentationszentrum besucht. Kurz vor den Sommerferien kämen derzeit besonders viele Schulklassen.

 

München - Kulturreferent Hans-Georg Küppers sagte am Dienstag: "Das Haus wird vom ersten Tag an stark frequentiert und mit großem Interesse angenommen".

Gründungsdirektor Winfried Nerdinger sagte, die digitalen Angebote vom Lernforum im Keller, den mehrsprachigen Mediaguides und die App würden sehr gut angenommen. "Die hohe Nachfrage nach Gruppenführungen und der rege Besuch unserer Veranstaltungen bestätigen das Konzept eines offenen Lern- und Erinnerungsorts", sagte Nerdinger. Küppers und Neringer begrüßten die Münchner Stadtführerin Gerda Ballentin als 100 000. Besucherin.

Das Dokuzentrum war am 30. April eröffnet worden - genau an der Stelle der früheren NSDAP-Parteizentrale, genannt das Braune Haus. Die Ausstellung in dem weißen Betonwürfel inmitten früherer NSDAP-Gebäude zeichnet die Geschichte Münchens als Hauptstadt der Bewegung nach und zeigt, wie die Stadt sich zu einem Sammelbecken antisemitischer und nationalistischer Kräfte entwickeln konnte.

 

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