Fed Cup in Minsk Antonia Lottner überrascht und schafft Ausgleich

Tatjana Maria brachte ihre Gegnerin Aryna Sabalenkaso immer wieder aus dem Rhythmus. Foto: Sergei Grits/AP/dpa

Geht da noch was? Fred-Cup-Debütantin Antonia Lottner hat Alexandra Sasnowitsch überraschend geschlagen - und dem stark ersatzgeschwächten deutschen Team beim Erstrundenduell in Weißrussland den Ausgleich beschert.

 

Minsk - Fed-Cup-Debütantin Antonia Lottner hat den deutschen Tennis-Damen in Weißrussland überraschend den ersten Punkt beschert.

Die 21 Jahre alte Düsseldorferin gewann am Samstag in Minsk völlig unerwartet gegen die weißrussische Nummer eins Alexandra Sasnowitsch mit 7:5, 6:4. Damit kann das stark ersatzgeschwächte deutsche Team beim Stand von 1:1 nach wie vor auf ein Weiterkommen hoffen.

Die Entscheidung fällt nun am Sonntag ab 11 Uhr.

Maria wehrt sich nach Kräften

Zum Auftakt hatte sich Tatjana Maria trotz starker Leistung gegen Aryna Sabalenka mit 6:4, 1:6, 2:6 geschlagen geben müssen. Trotz einer starken Leistung verpasste die deutsche Nummer eins eine Überraschung - und die Weißrussin verwandelte nach 1:44 Stunden ihren zweiten Matchball.

Nach den Absagen von unter anderen Angelique Kerber und Julia Görges ist die Mannschaft des neuen Teamchefs Jens Gerlach beim Vorjahresfinalisten klarer Außenseiter.

Maria trat in der Tschyschouka-Arena von Beginn an dennoch total unbekümmert auf. Nach der Absagenflut plötzlich zur deutschen Nummer eins aufgestiegen, nahm die Schwäbin die neue Rolle ohne Nervenflattern an. Immer wieder konterte sie das druckvolle Spiel von Sabalenka mit gelungenen Passierbällen, übte zudem beim zweiten Aufschlag der Weißrussin ihrerseits oftmals Druck aus.

Eine Überraschung schien möglich

Von Gerlach taktisch perfekt eingestellt, brachte Maria ihre Gegnerin so immer wieder aus dem Rhythmus und holte sich nach etwas mehr als einer halben Stunde überraschend den ersten Satz. In der deutschen Box sprangen Gerlachs Vorgängerin Barbara Rittner, inzwischen zum Head of Women's Tennis aufgestiegen, und die übrigen Spielerinnen jubelnd auf.

Eine Überraschung schien plötzlich möglich. Doch Sabalenka, immerhin die Nummer 63 der Welt, steigerte sich im zweiten Satz deutlich. Nun saßen ihre druckvollen Grundschläge, kam sie mir ihrem gewaltigen Aufschlag immer wieder zu einfachen Punkten.

Maria ließ dagegen ein paar Prozentpunkte nach, so dass Sabalenka schnell zum Satzausgleich kam. Der Beginn des dritten Durchgangs war hart umkämpft. Maria schaffte ein schnelles Break, musste dann aber prompt ebenfalls ihren Aufschlag abgeben. Zwar wehrte sich die in den USA lebende Mutter einer Tochter danach mit allen Mitteln, Sabalenka schaffte aber ein erneutes Break und ließ sich den Erfolg nicht mehr nehmen. 

 

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