In Gräfelfing und Johanneskirchen Schon wieder zwei Fälle: Betrug durch falsche Polizeibeamte

In beiden Fällen gaben sich die Trickbetrüger als Polizeibeamte aus. (Symbolbild) Foto: dpa/Patrick Seeger

Durch einen simplen Trick ergatterten unbekannte Männer wertvolle Andenken, Schmuckstücke und Goldmünzen ahnungsloger Rentner. 

 

Gräfelfing - Eine 78-Jährige Rentnerin erhielt am Sonntagabend mehrere Anrufe. Alle angeblich von der Polizei. Die falschen Beamten behaupteten, dass bei einer festgenommenen Einbrecherbande eine Notiz mit ihrer Anschrift entdeckt wurde. Die Frau wurde gebeten, bei den weiteren Ermittlungen behilflich zu sein.

Sie erzählte, dass sie im Besitz einer Sammlung von Goldmünzen sei. Die Betrüger baten sie die Münzsammlung als "Köder" in eine Tüte zu packen. Um die Arbeit der Polizei zu unterstützen, deponierte sie die Münzen wie empfohlen in einer ihrer Mülltonnen hinter dem Haus.

Am nächsten Morgen kam ihr das Ganze dann doch seltsam vor. Beim Blick in die Tonne musste sie dann auch feststellen, dass die Münzen nicht mehr da waren. Die Dame war Opfer von Trickbetrügern geworden, die sich als falsche Polizisten ausgegeben hatten.

Damit jedoch nicht genug. Die Täter versuchten erneut, an das Hab und Gut der 78-Jährigen zu kommen. Bei dem wiederholten Versuch, die Rentnerin zu betrügen, bemerkten die Täter jedoch ein verändertes Verhalten der Frau und brachen die Aktion ab.

Auch in Johanneskirchen waren Trickbetrüger bei einem Rentnerehepaar erfolgreich:  Auch hier gaben sich die Täter wieder als Polizeibeamte aus. Sogar die Telefonnummer der örtlichen Polizeiinspektion wurde bei dem Anruf auf dem Telefon angezeigt. Da auch in diesem Fall angebliche Einbrecherbanden die Adresse des Paares notiert hätten, sollten die beiden alle im Haus befindlichen Wertgegenstände in einen Beutel packen und an die Polizei übergeben.

Wie geraten, packten die beiden alle sich im Haus befindlichen Wertgegenstände in einen Jutebeutel und warfen diesen über das Balkongeländer. Die Täter rieten den beiden in der Wohnung zu bleiben, da es bei einem Polizeieinsatz unter Umständen zu einem Schusswechsel kommen könne.

Gegen 3 Uhr bekam das Paar dann doch Zweifel und alarmierte die echte Polizei. Der Schaden ist in beiden Fällen beträchtlich.

 

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