In Europa verboten Facebook-App "Moments" erkennt Gesichter

Facebook zieht mal wieder die Kritik der Datenschützer auf sich Foto: ddp images

Facebook bringt Datenschützer mit seiner neuen App "Moments" erneut auf die Palme. Weil sich in Europa die automatische Gesichterkennung nicht durchsetzen lässt, verzichtet Facebook nun scheinbar freiwillig auf einen Launch in Europa.

 

München - Öfter mal was Neues: Facebook bringt mal wieder die Datenschützer gegen sich auf. Letzte Woche präsentierte das soziale Netzwerk eine neue App.

Mit "Moments", so der Name der Anwendung, lassen sich Fotos mit Freunden tauschen. Der vermeintliche Clou: Die App kann Personen auf den Bildern mittels Gesichtserkennung einzelnen Facebook-Kontakten zuordnen. Die gescannten und erkannten Personen sollen dann automatisch die hochgeladenen Bilder anschauen können und darauf markiert werden.

In Europa wird die App allerdings genau deswegen vorerst nicht erscheinen. Sowohl Datenschützer als auch die Facebook-Verantwortlichen fürchten wohl, dass die Technik EU-Richtlinien widerspreche.

Nutzern müsse die Möglichkeit gegeben werden, selbst zu entscheiden, ob die die Gesichtserkennung aktivieren und erkannt werden möchten, so die für die Kontrolle zuständige irische Datenschutz-Behörde. "Wir verfügen über keine solche Funktion, daher haben wir sie erst einmal abgeschaltet, bis wir eine entwickelt haben", zitiert "BBC.com" den Facebook-Verantwortlichen für Europa, Richard Allen. Warum man die umstrittene Technologie nicht einfach ausschalten kann, ließ er mit seiner Antwort offen.

Das Problem ist übrigens nicht neu: Bereits 2012 wollte Facebook eine ähnliche Funktion in sein Netzwerk integrieren - schon während der Testphase gab es so heftige Proteste, dass man die Technik in Europa sperrte.

 

 

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