In eigener Sache IVW: AZ verkauft täglich 48.445 Exemplare

Verleger Dr. Martin Balle (l.) mit Chefredakteur Michael Schilling. Foto: Daniel von Loeper

Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) legt die Zahlen fürs 3. Quartal 2014 vor.

Die Auflage der AZ hat sich im 3. Quartal 2014 bei täglich 48.445 Exemplaren stabilisiert. Am Wochenende landet die Zeitung bei über 55.000 Exemplaren.

Davon entfällt ungefähr je die Hälfte auf Abonnements (26.000 nach bereinigter Abo-Kartei) und den Einzelverkauf (22.500). Darin enthalten sind die an den "Stummen Verkäufern" abgesetzten Exemplare (rund 9.000), die in der Statistik dieses Mal als "Sonstige Verkäufe" gelten, weil sie von einem Händler im Auftrag der AZ vertrieben werden.

Die Zahlen vergangener Quartale waren erheblich durch stark rabattierte und Gratis-Exemplare geprägt, die den Verlag finanziell enorm belastet hatten (im ersten Quartal 2014 wurden auf diese Weise fast 47.000 Exemplare abgesetzt - die Hälfte der Auflage). Davon wurde inzwischen komplett Abstand genommen. Die jetzige Auflage entspricht in etwa der vor dem Neustart der Zeitung real verkauften.

Knapp vier Monate nach der Fortführung durch die Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung und den Münchner Rechtsanwalt und Unternehmer Dietrich von Boetticher schreibt die AZ erstmals seit vielen Jahren operativ deutlich schwarze Zahlen.

Ermöglicht wurde die erfreuliche Ertragsentwicklung durch eine verringerte Kostenbasis. So wird die AZ nicht mehr in München, sondern in Straubing und seit September teilweise auch in Traunstein gedruckt, wodurch die Zeitung bis 23 Uhr flexibel auf aktuelle Ereignisse wie abendliche Fußballspiele reagieren kann.

Personell gestärkte Feuilletonredaktion

Auf der Erlösseite profitiert die AZ von der Preiserhöhung im Einzelverkauf, die bereits Ende April 2014 vom Insolvenzverwalter des AZ-Verlags, Rechtsanwalt Axel W. Bierbach, vorgenommen worden war.

Der AZ-Verlag, in dem die Abendzeitung zuvor erschienen war, hatte am 5. März 2014 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.

Derzeit arbeiten für die AZ mehr als 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit bereits mehr als zunächst vorgesehen. Eine weitere Aufstockung der Redaktion ist geplant, insbesondere für die Lokalberichterstattung (Nachtrag Januar 2015: inzwischen sind es 50 Mitarbeiter).

Die ebenfalls personell gestärkte Feuilletonredaktion – ein weiteres Herzstück der Zeitung – beliefert nicht nur das eigene Blatt, sondern auch die anderen Zeitungen der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung.

Mantelteil weiterhin aus München

Der Politik- und Wirtschaftsteil wurde auf täglich vier bis fünf Seiten ausgeweitet. Anders als in einzelnen Medien vor der Übernahme spekuliert, übernimmt die AZ keine Texte des "Straubinger Tagblatts", sondern liefert auch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Sport und Vermischtes weiterhin eine komplett eigenständige Berichterstattung.

Seit August erscheint eine neue, achtseitige Wochenendbeilage mit feuilletonistischen und serviceorientierten Themen. Und pünktlich zum Schulbeginn in Bayern wurde Ende September erstmals eine Kinderzeitung der AZ beigefügt, die Kinder im Grundschulalter zum Lesen animieren soll.

Online unter den Top 10

Das Onlineangebot der Abendzeitung bleibt auch unter neuer Herausgeberschaft einer der großen Reichweiten-Champions, liegt deutschlandweit unter den Top 10: Aktuelle Zahlen finden Sie hier

 

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