In der Innenstadt Karfreitagsprozession: "Kreuzweg der Völker"

Seit 1998 gibt es die Karfreitagsprozession in München. Hier ein Bild von 2001. Foto: AZ-Archiv

Am Karfreitag zieht wieder die große Prozession „Kreuzweg der Völker“ durch die Innenstadt. Mit dabei sind mehr als 20 Sprach- und Volksgruppen aus München.

Altstadt - Am Karfreitag gibt es in der Innenstadt wieder eine große Karfreitagsprozession. Im Gedenken an den Leidensweg Jesu Christi zieht am Karfreitag, 18. April, der „Kreuzweg der Völker“ durch die Innenstadt.

Katholiken aus mehr als 20 Sprach- und Volksgruppen gestalten die traditionelle Münchner Karfreitagsprozession mit, die in diesem Jahr unter dem biblischen Gebot „Du sollst nicht töten“ an das Martyrium von verfolgten Christen in der Gegenwart erinnert.

Bischofsvikar Rupert Graf zu Stolberg, zuständig für die Seelsorgsregion München der Erzdiözese, eröffnet den Kreuzweg mit einer Andacht in der Jesuitenkirche St. Michael, Neuhauser Straße 6, um 10 Uhr, und begleitet die Prozession durch die Fußgängerzone bis zum Marienplatz. Dort feiert er mit den voraussichtlich etwa 5000 Gläubigen gegen 12 Uhr den Abschluss des Kreuzwegs.

Gläubige verschiedener muttersprachiger Gemeinden tragen an den Stationen des Kreuzwegs Texte vor und gestalten den Weg mit Passionsliedern aus ihrer Tradition. Vorangetragen wird in diesem Jahr ein Kreuz der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Pfarrei Maria Schutz und St. Andreas.

Auf Initiative der etwa 150.000 Katholiken in der Region München, die in den muttersprachigen Gemeinden ihre religiöse Heimat haben, wurde der Kreuzweg der Völker 1998 zum ersten Mal in der Münchner Fußgängerzone gebetet.

Insbesondere Gläubige aus Spanisch sprechenden Ländern, aus Italien und Vietnam, die dieses Brauchtum aus ihrer Heimat kennen, hatten sich für eine Karfreitagsprozession in der bayerischen Landeshauptstadt eingesetzt. Damit wurde eine Tradition aus der Barockzeit, in der Karfreitagsprozessionen in Deutschland weit verbreitet waren, in neuer Form wieder belebt.

 

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