Im Sport1-"Doppelpass" Das sagt Edmund Stoiber zu einem Hoeneß-Comeback

"Hoeneß ist eine Institution für die Bayern" - klare Worte von Edmund Stoiber über den ehemaligen Klub-Präsidenten. Foto: az, dpa

Kehrt Uli Hoeneß zurück auf den Thron beim FC Bayern München? Nach seiner Haftentlassung ist seine Zukunft beim FC Bayern weiter offen. Jetzt hat sich Edmund Stoiber zu diesem Thema geäußert.

 

München - Spätestens seit der Haftentlassung von Uli Hoeneß diskutiert ganz Fußball-Deutschland über seine zukünftige Rolle beim FC Bayern. Die große Frage: Wird Uli erneut Präsident beim deutschen Rekordmeister?

Experten und Hobby-Kritiker äußerten ihre Meinung in den verschiedensten Medien von TV bis Internetforum. Mit dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber hat sich jetzt ein weiterer Hoeneß-Vertrauter zu Wort gemeldet. Dem Aufsichtsrats-Mitglied der Bayern scheint es dabei jedoch weniger um die Frage an sich, als um die Person Uli Hoeneß zu gehen. In der Sport1-Sendung "Doppelpass" erklärte der 74-Jährige: "Uli Hoeneß ist eine Institution für die Bayern mit und ohne Amt!"

Deutliche Worte des gebürtigen Oberbayern. Für viele Fans und Mitarbeiter des Rekordmeisters ist der langjährige Manager ohnehin unantastbar. Ob man jedoch die "Rückkehr des Königs" miterleben kann, bleibt weiterhin offen. Frühestens bei der nächsten Mitgliederversammlung des Rekordmeisters könnte es dazu eine Entscheidung geben.

Stoiber über Pep, Kimmich und die Premier League

Im "Doppelpass" äußerte sich Stoiber außerdem zu Noch-Trainer Pep Guardiola und Joshua Kimmich. Nachdem der 21-Jährige im vergangenen Sommer zum Rekordmeister gewechselt war - als Wunschspieler Guardiolas wohlgemerkt - ist er mittlerweile fester Bestandteil der Bayern-Defensive. Durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Jerome Boateng, Javi Martinez und Holger Badstuber, musste Kimmich einspringen und war sofort zur Stelle. Er überzeugte mit guten Leistungen und wird mittlerweile sogar als möglicher Kandidat für den EM-Kader der deutschen Nationalmannschaft gehandelt.

Den Grund für den "Kimmich-Effekt" sieht Stoiber in Guardiola: "Es ist schon das Auge des Trainers, so einen Spieler zu fordern und auch zu fördern", lobte Ex-Ministerpräsident Stoiber: "Mit 21 Jahren Stammspieler beim FC Bayern München zu sein - das ist sicherlich sein Werk."

Während Kimmich beim Rekordmeister noch einen Vertrag bis 2020 besitzt, wird sein Förderer den Verein bekanntlich nach dieser Saison verlassen. Pep zieht weiter und heuert im Sommer bei Manchester City an. Ein Wechsel, der nicht jedem gefällt. Stoiber kann diese Haltung zwar verstehen, ist jedoch von der Art und Weise des 46-Jährigen begeistert: "Er polarisiert nicht. Er ist ein Besessener. Er ist ein Trainer, der Tag und Nacht arbeitet. Er lebt den Fußball extrem aus und geht auch mal unkonventionell an die Spieler ran."

Einen indirekten Seitenhieb gegen Guardiola konnte sich der Ex-Ministerpräsident jedoch nicht verkneifen: "Die Qualität der Bundesliga ist auch in den mittleren und unteren Regionen insgesamt besser als die in der Premier League", erklärte Stoiber über die künftige sportliche Heimat.

 

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