Im Dienste Ihrer Majestät Beckhams künftige Kollegen: Promis im Ritterstand

David Beckham wird möglicherweise 2014 von der Queen zum Ritter geschlagen. Welcher Promi bereits im Dienste Ihrer Majestät steht, lesen Sie hier.

London - Bei den Belangen der Monarchie verstehen die Briten nicht viel Spaß - bis heute werden royale Traditionen gepflegt. Zu größten Ehren im Königreich zählt der Schlag zum "Knight Bachelor". Wer dieser Runde angehört, darf sich "Sir" nennen. Unterhaltsam darf es in dieser Runde aber durchaus zugehen: Denn David Beckham, den die Queen wohl 2014 in den erlauchten Kreis erheben wird, ist bei weitem nicht der erste Ritter, der vor allem bekannt wurde, weil er den Briten Spaß auf dem Fußballfeld bereitet hat. Auch andere weltbekannte - und bisweilen etwas nerdige - Unterhaltungskünstler aus Musik und Film sind "Knight Bachelor". Und: Auch einigen Deutschen trauten die britischen Royals diese Ehre zu. Die Nachrichtenagentur spot on news hat die Namen der bekanntesten und erstaunlichsten Ritter gesammelt.

Fußball:

Fachkundige Kollegen wird Beckham im Kreis der "Knight Bachelor" zweifelsohne finden. Besonders häufig vertreten: Jene Männer, die 1966 Deutschland im Finale der WM schlugen - schließlich ein außergewöhnlicher Moment für den englischen Fußball. Dabei waren zum Beispiel die Sirs Geoff Hurst (71), beim 4:3 Hattrick-Schütze, Bobby Charlton (76) und der 1999 verstorbene damalige Trainer Alf Ramsey. Mit einem "Sir" wird Becks besonders viel Gesprächsstoff haben: Alex Ferguson (71), seit 1999 Ritter, trainierte Beckham von 1995 bis 2003 bei Manchester United. Je nach Zählweise wurden mindestens zehn Männer für ihre "Verdienste um den Fußball" zu Rittern geschlagen. Beckham wäre der Elfte. Übrigens: Auch der brasilianische Jahrhundert-Kicker Pelé darf sich "ehrenhalber" zur erlesenen Runde zählen.

Musik:

Pop liegt gewissermaßen in den britischen Genen. Dementsprechend finden sich einige Populärmusiker unter den Rittern Ihrer Majestät. So etwa mit Paul McCartney (71) und Mick Jagger (70) je ein Vertreter der beiden vielleicht größten britischen Bands aller Zeiten, der Beatles und der Rolling Stones. Ein paar begabte Minnesänger der schnulzigeren Kategorie dürfen aber auch nicht fehlen: So zählen auch Elton John (66, "Candle in the Wind") und Cliff Richard (73) zu den "Knight Bachelors". Andere, wie U2-Sänger Bono, sind zwar "Knight of the British Empire" aber nicht "Knight Bachelor" - und dürfen sich deshalb nicht "Sir" nennen. David Bowie, ganz Pop-Rebell, soll 1993 einen Ritterschlag abgelehnt haben.

Schauspieler:

Spätestens seit Shakespeare darf sich Britannien auch als Land mit allergrößter Schauspielkultur sehen. Klar, dass da auch einige Mimen den Ritterschlag erhielten. In jüngster Zeit hatte es allerdings den Anschein, als ob es im Buckingham Palace einige Science Fiction-Fans gibt: So sind unter anderem "Raumschiff Enterprise"-Kapitän Patrick Stewart (73) und die "Star Wars"-Darsteller Alec Guinness (1914-2000) und Christopher Lee (91) zu Sirs geschlagen worden. Die nerdige Runde wird vervollständigt von "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson (52). Aber natürlich finden sich auch andere ganz große Namen wie Anthony Hopkins (75, "Hannibal") und Sean Connery (83, "Der Name der Rose") unter den Rittern.

Deutsche Sirs:

Notiz am Rande: Auch einige gebürtige Deutsche wurden in der Vergangenheit in den Stand des "Knight Bachelor" erhoben - wenn auch natürlich keine Fußballer. Dabei sind unter anderem der Philosoph Karl Popper (1902-1994), die Naturwissenschaftler Hans Leo Kornberg (85) und Hans Adolf Krebs (1900-1981), sowie der bayerische Maler Hubert von Herkomer (1849-1914).

 

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