Idee auch für München? Kostenlos Busfahren: In dieser Stadt in Bayern funktioniert es

Kostenlos Busfahren - eine Idee auch für andere Städte? Foto: picture-alliance/dpa/Jan Woitas (Symbolfoto)

Mit kostenlosen Linienbussen will die oberbayerische Stadt Pfaffenhofen an der Ilm den zunehmenden Autoverkehr reduzieren. Könnten weitere Städte wie München folgen? 

Pfaffenhofen - Ab dem kommenden Montag müssen Fahrgäste auf sieben von acht Linien keine Tickets mehr kaufen, wie die Stadtverwaltung in Pfaffenhofen an der Ilm am Mittwoch mitteilte. Ein Feinstaubproblem gebe es zwar noch nicht, aber mit der Maßnahme soll die Zahl der Autos im Stadtgebiet reduziert werden.

"Was auf bundes- und landespolitischer Ebene als Antwort auf drohende Fahrverbote in den Innenstädten ohne greifbare Ergebnisse diskutiert wurde, hat Pfaffenhofen bereits in die Tat umgesetzt", hieß es in einer Mitteilung.

Das Angebot soll zunächst für drei Jahre als Übergangslösung gelten. Der Stadtrat hatte sich im Juli und September für den kostenlosen Nahverkehr ausgesprochen.

270.000 Passagiere nutzen nach Angaben der Stadtverwaltung die Stadtbusse pro Jahr. Bisher hatte die Stadt mit den Busfahrkarten rund 120 000 Euro im Jahr eingenommen. Das Geld habe aber nur im geringen Maße zur Finanzierung des Betriebs beigetragen. Für das neue Jahr sei mit einem Defizit von rund einer Millionen Euro zu rechnen, hieß es aus dem Rathaus.

Null-Euro-Ticket für Samstage: Busfahren in Aschaffenburg

Seit Monatsanfang fahren die Menschen in Aschaffenburg an jedem Samstag kostenlos Bus und Bahn. In der unterfränkischen Stadt müssen sich die Fahrgäste allerdings ein Null-Euro-Ticket besorgen. Das Projekt hat zunächst eine Laufzeit von zwei Jahren. In Augsburg planen die Stadtwerke, dass Fahrgäste ab voraussichtlich Mitte oder Ende 2019 in einer Innenstadt-Zone alle Busse und Straßenbahnen kostenlos nutzen können.

Planungen in anderen Städten seien ihm derzeit nicht bekannt, sagte ein Sprecher des Bayerischen Städtetages.

 

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