"Ich hasse das" Robben geht Müller an die Gurgel

Arjen Robben und sein doppelt „starker“ Auftritt in Bremen. Erst leitete er mit seinem Tor die Wende zum 3:1-Sieg des FC Bayern ein, dann aber knöpfte er sich Teamkollegen Thomas Müller vor. „Ich hasse das“, kritisierte Robben die Gesten Müllers, der sich damit über Ego-Tripps des Niederländers beschwert hatte. Die Bilder vom Disput. Foto: dpa, AP, sampics

Bremen - "Da ist respektlos unter Kollegen." - Scharf hat Arjen Robben auf Gesten von Thomas Müller reagiert, mit denen dieser dem Niederländer offenbar Eigensinn vorwerfen wollte.

 

Das 3:1 in Bremen war der dritte Sieg in acht Tagen – doch zur Ruhe kommen die Bayern auch dann nicht. Auffällig war ein Disput zwischen Thomas Müller und Arjen Robben während der zweiten Halbzeit der Bundesliga-Partie in Bremen (3:1).

Der Hintergrund der Auseinandersetzung war zunächst nicht ganz klar. Müller hat sich wohl darüber beschwert, dass Robben in einzelnen Aktionen zu eigensinnig gewesen sei. Was den Niederländer wohl besonders störte, waren entsprechende Gesten des Bayern. Als Müller motzte, legte Robben dann demonstrativ den Zeigefinger auf die Lippen und rief: „Ruhig, Thomas!“

Nach der Partie regte sich Robben auf: „Eine Diskussion auf dem Platz ist gut, aber man soll nicht mit Händen gestikulieren. Ich hasse das. Das ist respektlos gegenüber Kollegen, das brauchen wir nicht zu machen. Wir müssen ein Vorbild sein, dürfen es uns nicht schwieriger machen als es ist.“ Trainer Louis van Gaal sagte zu dem Vorfall: „Ich finde es gut, wenn die Spieler sich gegenseitig zur Verantwortung rufen – aber wir müssen das mit Respekt machen.“

Doch der Ärger schien sich bei Robben nach dem Duschen gelegt zu haben: „Solche Dinge passieren eben auf dem Platz. Wir gewinnen und verlieren zusammen. Das war nicht so schlimm, wir werden aber auch noch drüber reden.“

Kapitän Philipp Lahm meinte beschwichtigend: „Wir werden das ansprechen, aber intern drüber reden. Das Wichtigste war, dass über 90 Minuten eine Mannschaft auf dem Platz stand, die unbedingt gewinnen wollte.“

 

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