"Ich habe keine Zeit" Pep: Maulwurf-Suche abgeblasen!

Werden keine Freunde mehr: Pep Guardiola und der Maulwurf. Foto: dpa/ Fotomontage

Pep Guardiola kapituliert beim FC Bayern München vor dem Maulwurf: "Wenn es immer noch passiert, muss ich eben damit leben." Neuigkeiten gibt's von der Personalfront.

 

München - Pep und der Maulwurf: Könnte auch der Titel einer Kinderserie auf Kika sein. Es hat schon etwas kindisches: Ein Trainer droht seinen Spielern mit Rauswurf, weil sie Informationen aus Mannschaftssitzungen nicht für sich behalten können.

Tipp für Pep: Bei Maulwurf-Problemen soll ja übelriechende Buttersäure helfen. Oder faule Fischköpfe. Oder ein kalter Strahl mit dem Wasserschlauch. Pep versucht's vorerst nur mit einem Appell an die Vernunft. "Es ist nicht gut, wenn unsere Gegner die Aufstellung wissen", sagt er vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig (Sa., 15.30 Uhr live bei Sky).

"Ich habe versucht, meine Mannschaft zu überzeugen, dass das, was wir besprechen, unter uns bleibt", sagt Guardiola. Bislang ohne Erfolg. Böser "Topo", wie Maulwurf auf Spanisch heißt. Letztlich wird er sich nun aber wir anderen Themen widmen.

Bayerns Rekordjagd zum Beispiel: Schon drei Wochen vor der Winterpause winkt der 28. Bundesligasieg innerhalb eines Kalenderjahres, womit die Münchner den eigenen Rekord aus dem Jahr 2005 einstellen würden.

Und dann wären da noch die Verletzungssorgen zum Beispiel. Pep muss über seine Aufstellung grübeln, nach Franck Ribéry, Bastian Schweinsteiger und Holger Badstuber fällt nun auch Philipp Lahm (Oberschenkelzerrung) für mindestens eine Woche aus. "So viele Verletzte – das kann passieren, wenn du alle drei Tage spielst", sagt Pep. Kein Jammerer.

Thiago Alcántara bietet sich für die Startelf an, dazu stehen Mario Mandzukic, Diego Contento und sogar Xherdan Shaqiri vor der Rückkehr in den Kader. Pep: "Vielleicht steht Shaqiri im Kader. Ich habe nur 13 Spieler – und die zweite Mannschaft."

Die Maulwurfsuche deshalb: abgeblasen. "Ich habe keine Zeit herauszufinden, welcher Spieler oder welche Person im Verein etwas weitergesagt hat. Für mich ist das Thema jetzt vorbei", sagt Pep.

"Wir haben drei, vier Mal drüber gesprochen. Wenn es passiert, okay. Aber ich muss weiter mit meinen Spielern sprechen, mit ihnen kommunizieren. Wenn es dann immer noch passiert, muss ich eben damit leben." Und wenn nicht: gibt's immer noch die Buttersäure.

 

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