Hygiene-Skandal Klinik-Direktoren: Ihre neuen Jobs

Packt an: Klinik-Chefin Elizabeth Harrison Foto: privat

Wie Elizabeth Harrison, die neue Chefin der Klinikum GmbH, nach dem Hygiene-Skandal ihr Personal neu sortiert.

München - Elizabeth Harrison zieht ihr Ding durch: Gerade einen Monat nach ihrem ersten Arbeitstag als neue Chefin der städtischen Klinikum GmbH steckt sie mitten in der Reform der fünf städtischen Krankenhäuser, also in Schwabing, Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach und das Haus in der Thalkirchner Straße.

Nachdem sie als erstes die vier Klinik-Chefs der einzelnen Häuser abgelöst hat, hievt sie drei von ihnen in neue Managementposten. Der Klinikchef von Bogenhausen, Thomas Stock, verlässt das Haus. Und das machen die anderen:

Birgitta Köbach: Sie leitete das Krankenhaus Neuperlach und war ein halbes Jahr Interimsgeschäftführerin, nachdem die alten Klinikum-Chefs im Sommer wegen des Hygiene-Skandales gefeuert worden waren. Ab heute ist Köbach für das unternehmerische Controlling zuständig. Dazu gehören die Bereiche Medizin, Personal und Finanzen.

Manfred Kircher (zuvor Schwabing): Er wird ab April Gesamtleiter für alle Baumaßnahmen der Klinikum GmbH. In den nächsten fünf Jahren stehen Investitionen von 300 Millionen Euro an. Die beiden werden dem kaufmännischen Geschäftsführer Franz Hafner unterstellt.

Gabriele Schmidt-Maaß (zuvor Harlaching): Sie übernimmt die Bereiche Recht, Innenrevision, Versicherungen und Compliance. Sie untersteht direkt der Chefin Elizabeth Harrison. Bis zum Jahresende soll die neue Leitung dann mit einem medizinischen Geschäftsführer komplettiert werden. Einen Arbeitsdirektor, wie er der SPD und Verdi vorschwebt, brauche es aber nicht, meint Elizabeth Harrison: Das übernimmt sie selbst – bis zur Bestellung von Ober- und Chefärzten. Danach wird in jeder der Kliniken ein Tandem bestimmt, bestehend aus einem ärztlichen Referenten und einem für Pflege und Service, die beide der Leitung zuarbeiten.

 

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