Horror-Fund in Straubing Züchter liegt tot zwischen fast 50 Schlangen

 Foto: Willi Bock

Ein Schlangenzüchter ist in Straubing tot in seinem Haus gefunden worden. Der 40-Jährige lag in einem Zimmer mit mehreren – zum Teil offen stehenden – Terrarien. Um ihn herum 46 Riesenschlangen.

 

Straubing - Ein Schlangenzüchter ist in Straubing tot in seinem Haus gefunden worden. Der 40-Jährige sei in einem Zimmer mit mehreren – zum Teil offen stehenden – Terrarien gelegen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

46 Würgeschlangen waren in dem Raum - vier Pythons und eine Anakonda mit einer Länge von bis zu acht Metern krochen frei im Zimmer herum. Nachdem der Mann   seit einer Woche nicht mehr an seinem Arbeitsplatz erschienen war, brachen Feuerwehr und Polizei am Montag das Einfamilienhaus des Mannes auf. Als die Einsatzkräfte die Schlangen entdeckten verständigten sie die Münchner Reptilienauffangstation.

Zwei Mitarbeiter der Station retteten, gemeinsam mit der Feuerwehr und Mitarbeitern des Straubinger Zoos, die Riesenschlangen. Inzwischen befinden sich die Würgeschlangen sicher in der Obhut der Auffangstation in der Kaulbachstraße.

116 Meter und 337 Kilogramm in Form dieser imposanten Tiere müssen nun für längere Zeit gepflegt, medizinisch versorgt und gefüttert werden: 27 Tigerpythons, 11 Netzpythons, 1 gelbe Anakonda und 7 Königspythons. Wie die Auffangstation mitteilt, reichen die ohnehin schon knappen Räume nun kaum noch aus um die vielen Tiere artgerecht unterzubringen.

Spekulationen, der Straubinger sei von einer der Würgeschlangen getötet worden, wollte die Polizei nicht bestätigen. Der Mann habe seit seinem 16. Lebensjahr Schlangen gezüchtet und war beim Straubinger Umweltamt bekannt.

 Am Mittwoch soll die Leiche des Mannes in Erlangen obduziert werden, um die Todesursache herauszufinden. Da in dem Terrarienzimmer die Temperatur – für die Schlangen angenehm – relativ hoch war, sei die Leiche jedoch schon stark verwest, sagte der Polizeisprecher.

 

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