Horror-Crash in Regen Toter Landrat: War es Selbstmord?

Knapp eine Woche nach dem Horror-Crash im Landkreis Regen geht die Polizei von Selbstmord aus. Der tödlich verunglückte Landrat Wölfl soll Spielschulden gehabt haben.

 

Regen - Fünf Tage nach dem tödlichen Unfall des Regener CSU-Landrats Heinz Wölfl geht die Staatsanwaltschaft von Selbstmord aus. Die Umfeldermittlungen deuteten auf einen Suizid Wölfls hin, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag in Deggendorf mit. Einen technischen Defekt an dem Unfallfahrzeug habe ein Sachverständiger ausgeschlossen.

Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks kommt möglicherweise Spielsucht als Ursache für den Selbstmord infrage. Die „Passauer Neue Presse“ berichtete in ihrer Online-Ausgabe zudem, dass Wölfl Spielschulden gehabt habe.

Der 58-Jährige, der seit 1994 Landrat von Regen war, war am Mittwoch bei einem Autounfall im Bayerischen Wald nahe Bayerisch Eisenstein zwischen Bodenmais und dem großen Arbersee ums Leben gekommen. Er war von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Er starb noch an der Unfallstelle.

Trauerfeier in Regen: Seine Kinder stützten Wölfls Frau

Am Montag nahmen mehrere Hundert Trauergäste in der Stadtpfarrkirche Regen Abschied von dem 58-Jährigen. Zur Trauerfeier in Regen kamen neben Angehörigen auch Parteikollegen, Vertreter aus der Wirtschaft und Weggefährten des CSU-Politikers, unter anderen der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, Europaministerin Emilia Müller (beide CSU) sowie die CSU-Landesgruppenvorsitzende im Bundestag, Gerda Hasselfeldt. Außerdem waren zahlreiche Landtagsabgeordnete, Landräte und Bürgermeister gekommen.

Die Familie hat laut Parteiangaben die Kirche durch einen separaten Eingang betreten, Wölfls Frau sei von ihren drei Kindern gestützt worden.

 

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