Homosexuellen-Mord Neue Hinweise im Fall Karl Radmiller

Mit einer Plakaraktion suchte die Polizei den Mörder von Karl Heinz Radmiller Foto: Polizei

Mordkommission überprüft Männer, zu denen der Münchner Rentner Kontakt hatte. Fer Täter kennt die Gegend rund um Ismaning offenbar gut

 

München - Gelingt der Mordkommission im Fall des getöteten Rentners Karl Radmiller (81) jetzt endlich der Durchbruch? 25 neue Hinweise gingen nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ am Mittwochabend ein.

Einer der Anrufer wollte zwar nicht seine Identität preisgeben. Doch er gab der Polizei interessante Hinweise zu Personen, mit denen Karl Radmiller möglicherweise Kontakt hatte. „Wir werden die Angaben genau prüfen“, sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums München.

Auch zum Roller des 81-Jährigen, der Kleidung und seinem Handy gibt es neue Hinweise. Ob sich einer von ihnen zu einer konkreten Spur entwickelt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Karl Radmiller lebte zurückgezogen in Milbertshofen. Öfter fuhr er mit seinem Roller zu dem Parkplatz an der B 471 bei Ismaning.

Der Ort gilt als Schwulentreff. Vermutlich wurde der 81-Jährige Opfer eines Raubmords.

Als ihn eine Försterin am 24. Oktober 2011 im dichtem Gestrüpp fand, trug er nur mehr Unterhose und T-Shirt. Karl Radmiller war erstochen worden. Möglicherweise wollte der Täter DNA-Spuren, die er auf der Kleidung des Toten hinterlassen hatte, verschwinden lassen. Aus der Wohnung des Toten wurde aber nichts gestohlen. Bei ihren Ermittlungen stieß die Polizei bisher auf eine Mauer des Schweigens.

Da der Fundort der Leiche etwas abseits liegt und der Parkplatz als Schwulentreff in der Szene nicht allzu bekannt ist, gehen die Fahnder davon aus, dass der Täter sich in der Gegend rund um Ismaning auskennt. Möglicherweise lebt er sogar ganz in der Nähe. Für Hinweise zur Ergreifung des Täters sind 5000 Euro Belohnung ausgesetzt.

 

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